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«Ein solches Pensum geht an niemandem spurlos vorbei»

Eric Blum (30) hat fünf Partien innert acht Tagen hinter sich. Nach dem Vierländerturnier in Biel mit dem Schweizer Nationalteam spricht er über Müdigkeit und den schwedischen Assistenztrainer Tommy Albelin.

Eric Blum freut sich auf die Weihnachtspause.
Eric Blum freut sich auf die Weihnachtspause.

Sehnen Sie Weihnachten herbei?Eric Blum:Ich freue mich sehr auf Weihnachten, es ist eine wunderbare Zeit. Aufs Eishockey bezogen sind ein paar regenerative Tage ebenfalls sehr willkommen. Pause machen, ausruhen, kleine Blessuren ausheilen lassen – das ist wichtig. Und fast hab ichs vergessen: Geschenke, natürlich – Geschenke sind geil. (lacht)

Gelungener Auftritt in grünen Trikots: Denis Hollenstein und seine Teamkollegen überzeugen gegen Weissrussland. (17. Dezember 2016)
Gelungener Auftritt in grünen Trikots: Denis Hollenstein und seine Teamkollegen überzeugen gegen Weissrussland. (17. Dezember 2016)
Anthony Anex, Keystone
Timo Helbling, Torschütze Patrick Geering, Matthias Bieber und Chris Baltisberger (v. l.) freuen sich nach dem 3:1 des ZSC-Verteidigers.
Timo Helbling, Torschütze Patrick Geering, Matthias Bieber und Chris Baltisberger (v. l.) freuen sich nach dem 3:1 des ZSC-Verteidigers.
Anthony Anex, Keystone
Zu recht ist das Publikum in der Tissot-Arena mit der Vorstellung des Nationalteams zufrieden. Und was die ungewohnten Trikots betrifft: Grün ist ja die Hoffnung.
Zu recht ist das Publikum in der Tissot-Arena mit der Vorstellung des Nationalteams zufrieden. Und was die ungewohnten Trikots betrifft: Grün ist ja die Hoffnung.
Anthony Anex, Keystone
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Sie haben mit vier weiteren Spielern des SC Bern nun fünf Partien innert acht Tagen bestritten – plus zwei Reisetage nach Prag und retour. Sind Ihre Energiereserven am Ende?Ein solches Pensum geht an niemandem spurlos vorbei. Die Zeit ist intensiv, die drei internatio­nalen Spiele hatten teils eine ­extrem hohe Intensität. Dazu kommt die Reiserei: Du schläfst nie im eigenen Bett, bist immer im Hotel – all diese Faktoren tragen zur Ermüdung bei. Aber: Als Eishockeyaner bist du dir solche Dinge ein Stück weit gewohnt – wir sind Profis. Das gehört dazu.

Ganz der Profi, haben Sie in Anbetracht des Pensums in Prag auf den Ausgang verzichtet ...... zum Beispiel. In weiser Voraussicht. (lacht)

Mit dem SCB stehen bis Weihnachten drei weitere Spiele an.Die nehmen wir auch noch. Wir werden nochmals angreifen.

Mit der Schweiz haben Sie Frankreich 1:0 und Weissrussland 6:1 besiegt. Wie stufen Sie die Leistung ein?Primär haben wir in beiden Partien defensiv gut gespielt. Das gilt es hervorzuheben. Gegen Frankreich liessen wir kaum Chancen zu. Die Weissrussen sind quirlige Spieler, sie hatten teilweise ein Übergewicht, sind aber kaum in den Slot gekommen. Diese defensive Stabilität hat uns ermöglicht, offensiv Akzente zu setzen.

Seit der WM wird oft über die Balance der Schweiz diskutiert: offensiv gut, defensiv ungenügend. Haben Sie als Verteidiger gespürt, dass ein spezielles Augenmerk auf die Abwehrarbeit gerichtet wurde?Zur Defensivarbeit gehören fünf Feldspieler, nicht nur die beiden Verteidiger. Was ich gemerkt ­habe: Als Verteidiger erhielt ich eine sehr gute Unterstützung. Es war immer ein Stürmer anspielbar, jeder hat nach hinten zuverlässig gearbeitet. Es hat sich ausbezahlt, wurde der Fokus in der ­Vorbereitung darauf gerichtet.

«Du musst dich auf internationalem Level immer wieder zwingen, schneller zu entscheiden.»

Seit dieser Saison gehört der Schwede Tommy Albelin zum Trainerstab. Er gilt als ausgewiesener Defensivstratege. Welchen Eindruck haben Sie von ihm?Er ist definitiv defensiv orientiert. (schmunzelt) Dafür wurde er geholt, dafür ist er da. Albelin zeigt uns Verteidigerübungen, die wir nie zuvor gemacht haben. Er setzt neue Reize, das ist wertvoll.

Ist er ein harter Typ?Eher ruhig, bedacht. Es ist kein emotionales Gebell, er bringt vielmehr konstruktive Inputs.

Sie haben drei Begegnungen auf internationaler Stufe absolviert. Welche Erkenntnisse ziehen Sie daraus für Ihr Spiel?Du musst dich auf internationalem Level immer wieder zwingen, noch schneller zu entscheiden, die Dinge noch schneller umzusetzen. Offensiv hast du weniger Zeit, defensiv musst du mit dem Stock härter arbeiten, die Zweikämpfe werden härter geführt. Solche Spiele sind enorm wichtig, sie zeigen mir auf, woran ich arbeiten muss.

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