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Erster Victoria-Cup an die Rangers

Die New York Rangers haben den ersten Victoria Cup gewonnen. Der NHL-Vertreter bekundete gegen den Europacup-Sieger Metallurg Magnitogorsk aber grosse Mühe.

Hochstehend: Die Rangers und Magnitogorsk boten in Bern Eishockey erster Güte.
Hochstehend: Die Rangers und Magnitogorsk boten in Bern Eishockey erster Güte.
Keystone

Das NHL-Team geriet 0:3 in Rückstand, bevor es sich doch noch 4:3 durchsetzte.

Das Siegtor erzielte Ryan Callahan erst 20 Sekunden vor dem Ende. Der Stürmer profitierte von einem kapitalen Fehler von Magnitogorsks Verteidiger Wladimir Malenkich, der die Scheibe im eigenen Drittel verlor. Das Resultat war die Folge einer beeindruckenden Aufholjagd der Rangers, die im ersten Duell zwischen einem NHL-Team und einem russischen Topklub seit 17 Jahren mehr Mühe bekundeten als ihnen lieb war. Die «Blue Shirts» stemmten letztlich nicht nur die neue Trophäe in die Höhe, sondern lassen sich auch eine Million Dollar auf ihr Konto überweisen.

Hochstehendes Duell

Die beiden Teams lieferten sich vor 13 794 Zuschauern das erwartet hochstehende Duell. Magnitogorsk schuf sich mit seinem schnellen Spiel deutliche Vorteile und überlief die Rangers auf dem grossen Eisfeld immer wieder. Die klare Dreitore-Führung nach Treffern von Platonow, Malenkich und Sawaruchin bei Spielhälfte war die verdiente Folge davon.

Die Rangers kamen erst gegen Ende des zweiten Abschnitts so richtig auf Touren. Erst scheiterte Dimitri Kalinin am glänzend reagierenden Magnitogorsk-Keeper Andrej Mesin, dann gelang Chris Drury in doppelter Überzahl das erste Tor für sein Team. Mit neuem Elan rissen die New Yorker das Spiel im letzten Drittel an sich. Dan Fritsche, der Neffe des ehemaligen Ambri- und ZSC-Stürmers John Fritsche, und erneut Drury glichen bis zur 51. Minute aus, ehe Malenkich den entscheidenden Fehler machte.

Magnitogorsk bewies, dass russische Topteams Vergleiche mit NHL- Mannschaften nicht zu scheuen brauchen. Metallurg, das in der nationalen Meisterschaft derzeit nur im 12. Rang klassiert ist, hielt die Partie lange offen. Die ZSC Lions und der SC Bern können sich glücklisch schätzen, dass sie in ihren Champions-League- Gruppen nicht auf einen der beiden russischen Vertreter (Magnitogorsk oder Salawat Ufa) treffen. Die Siegchancen wären wohl äusserst gering.

Kein einmaliges Ereignis

Bereits klar ist, dass der Victoria Cup kein einmaliges Ereignis war. Die NHL hat sich verpflichtet, in den kommenden drei Jahren einen Vertreter an den Event, der zum 100-Jahr-Jubiläum der IIHF ins Leben gerufen wurde, zu schicken. Noch offen ist dagegen, wo der nächste Victoria Cup stattfinden wird. «Ideal wäre das Heimstadion des Europacup-Siegers», so IIHF-Präsident René Fasel. «Denkbar ist jedoch auch ein Ort in Nordamerika.»

si/fal

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