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Eishockey-Nati besteht Test gegen Dänemark

Die Schweizer besiegten die Skandinavier deutlich mit 4:1. Debütant Daniel Rubin gehörte zu den Matchwinnern.

Setzt sich gegen den Dänen Morten Green durch: Kevin Romy.
Setzt sich gegen den Dänen Morten Green durch: Kevin Romy.
Keystone

Vier Wochen vor dem Spiel gegen Frankreich an der WM in der Slowakei startete das Eishockey-Nationalteam erfolgreich in die Vorbereitung. In Bellinzona siegten die Schweizer gegen Dänemark mit 4:1. Die Nationalmannschaft präsentierte im ersten Auftritt in Bellinzona seit zwölf Jahren neue Skorer.

Debütant Daniel Rubin (25) brachte bei seinem allerersten Shift für das Nationalteam die Schweiz nach 139 Sekunden bereits in Führung. Beeindruckender debütierten in den letzten 30 Jahren nur Régis Fuchs (1996), Thibaut Monnet (2006) und Roman Wick (2007), denen im ersten Länderspiel sogar zwei Tore gelangen. Andrej Bykow, der Sohn des legendären Superblockstürmers Wjatscheslaw Bykow (momentan russischer Nationalcoach), erhöhte in der 25. Minute mit seinem ersten Tor im vierten Länderspiel auf 2:0

In dieser 25. Minute gelang den Schweizern die vorzeitige Siegsicherung. Acht Sekunden nach Bykows 2:0 kassierten die Dänen ihre vierte kleine Strafe, weitere fünf Sekunden später erzielte Sandy Jeannin nach einem Spielzug Bully-Pass-Goal das 3:0. Der klare Vorsprung entsprach dem Spielverlauf. Das Schussverhältnis lautete nach 25 Minuten 19:2 zu Gunsten der haushoch überlegenen Schweizer.

Einigen Spielern fehlte die Praxis

Die Schweizer tankten mit dem überzeugenden Sieg zweifellos Selbstvertrauen. Die Leistung als grandios zu bezeichnen, wäre indessen stark übertrieben. Einigen Akteuren war gut anzusehen, dass sie drei Wochen lang keinen Ernstkampf mehr bestritten hatten. Neben schönen Kombinationen und Puckstafetten gab es im Schweizer Spiel auch Missverständnisse und Stellungsfehler. Gerade die international noch weniger erfahrenen Akteure leisteten sich von Zeit zu Zeit Fehleinschätzungen, welche die harmlosen Dänen aber nicht ausnützen konnten.

Während die ersten beiden Tore auf die Konten von Junginternationalen gingen, trafen nach dem 2:0 mit Sandy Jeannin (3:0) und Goran Bezina (4:0) auch noch zwei Routiniers. Jeannin und Bezina amten beide als Assistenzcaptains (neben Mathias Seger). Den Captain für die Weltmeisterschaft in Poprad und Bratislava wird Nationalcoach Sean Simpson erst bestimmen, wenn das WM-Team Konturen annimmt. Von der Equipe, die in Bellinzona im Einsatz stand, dürften maximal zwei Drittel, aber wohl eher nur die Hälfte aller Akteure, das WM-Ticket lösen. Neben den Spielern der Playofffinalisten HC Davos und Kloten Flyers sind auch die Akteure des SC Bern diese Woche noch nicht ins Vorbereitungscamp eingerückt. Die «Berner» stossen nächste Woche zum Team.

Gute Fanquote von Tobias Stephan

Zuvor bestreiten die Schweizer am Sonntagmittag in Ambri-Piotta (Spielbeginn 13.00 Uhr) noch einen weiteren Test gegen die Dänen, die in Bellinzona von den Schweizern zum 20. Mal in 21 Partien (bei einem Unentschieden) bezwungen worden sind. Die Schweizer werden in Ambri-Piotta mit einem neuen Goalie (Reto Berra oder Benjamin Conz) antreten. Tobias Stephan vermochte mit einer Fangquote von 93,75 Prozent (15 Paraden) seine WM-Ambitionen zu festigen. Eher weniger wahrscheinlich ist der Einsatz von Hnat Domenichelli, der wegen Knieproblemen in Bellinzona fehlte, aber noch nicht aus dem WM-Kader ausgeschieden ist.

si/miw

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