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Eine schmerzhafte Niederlage für die SCL Tigers

Die SCL Tigers unterliegen Genf-Servette mit 0:3. Die Folge einer ungenügenden Chancenauswertung und eines überragenden Gauthier Descloux.

An ihm gab es am Samstag kein Vorbeikommen: Servette-Keeper Gauthier Descloux feierte seinen vierten Saison-Shutout.
An ihm gab es am Samstag kein Vorbeikommen: Servette-Keeper Gauthier Descloux feierte seinen vierten Saison-Shutout.
Marcel Bieri, Keystone

Am 28. Februar 2018 trafen die SCL Tigers in der drittletzten Runde der Qualifikationsphase zu Hause auf Servette. Es war das wohl wichtigste Spiel für die Langnauer der gesamten vergangenen Saison. Mit einem Sieg hätten sie im Strichkampf einen grossen Schritt in Richtung Playoff machen können. Aber der Erfolg blieb ihnen verwehrt. Genf gewann das Spiel 3:1.

So lagen am Schluss Servette auf dem achten, die Tigers auf dem neunten Rang und somit im Playout. Dieses Jahr ist die Ausgangslage eine andere. Es sind noch dreizehn Runden zu spielen und acht Teams sind im Strichkampf involviert. Deshalb ist jedes Spiel von gleich hoher Bedeutung. Die Vorteile vor dem Spiel vom Samstag lagen aufseiten der Langnauer, nicht nur aufgrund der aktuellen Tabellensituation.

Denn die Genfer klagen weiterhin über Personalmangel. Nebst den neun Spielern, die verletzt sind, kamen vor dem Spiel mit Tanner Richard (krank) und Juraj Simek (persönliche Gründe) zwei weitere Ausfälle dazu. Gute Neuigkeiten gab es hingegen bei den Hausherren: Stefan Rüegsegger erlitt nicht wie erst befürchtet eine Gehirnerschütterung, sondern "nur" eine Schädelprellung und war gegen Servette einsatzbereit. Eigentlich wäre also alles für einen Tigers-Sieg angerichtet gewesen. Eigentlich.

Effiziente Genfer

Das Spiel startete intensiv. John Fritsche ermöglichte den Tigers bereits nach einer Spielminute die erste Überzahlsituation, die jedoch ohne Folgen blieb. Nicht ohne Folgen blieb dagegen ein Schuss vom Genfer Jack Skille in der zwölften Minute. Obwohl Damiano Ciaccio die Scheibe eigentlich schon in der Fanghand hatte, konnte er sie nicht blockieren und liess den Puck aufs Eis fallen. Da stand Noah Rod, der nur noch einschieben konnte. Bitter für die Langnauer, da sie bis zu diesem Zeitpunkt den Takt angegeben hatten, was das Schussverhältnis von 10:3 illustriert.

Und so ging das Spiel weiter. Lediglich ein ungenutztes Powerplay der Tigers und sechs Minuten später hatten die Genfer erneut Grund zum Jubeln. Nach einem Fehler von Roland Gerber in der Angriffszone konterten die Gäste. Beim ersten Abschluss von Jack Skille bot Ciaccio dem Angreifer noch die Stirn. Dann aber schnappte sich der Amerikaner die Scheibe hinter dem Tor, umkurvte dieses und netzte in der nahen hohe Ecke ein.

Shutout von Descloux

Auch im zweiten Drittel wussten die Gastgeber nichts mit ihren Chancen anzufangen. Chris DiDomenico und Harri Pesonen scheiterten beide alleine vor Gauthier Descloux. Und Alexei Dostoinov verpasste zu Spielhälfte gleich zwei hochkarätige Chancen hintereinander – nicht zuletzt wegen des überragenden Descloux. Daraufhin wirkten die Tigers unkonzentriert und nahmen zwei Strafen, die Genf nicht ausnutzen konnte.

Als noch eine Minute im Mitteldrittel zu spielen war, kam Goran Bezina ganz allein vor Ciaccio an die Scheibe, und dann stand Cody Almond, der aufgrund der Absenz von Tanner Richard den Helm des Topskorers tragen durfte, goldrichtig und lenkte den Puck zum 0:3 ins Tor. Es war die Vorentscheidung in einem enttäuschenden Auftritt der Emmentaler.

Die einzige Frage, die sich im letzten Drittel noch stellte, war, ob den Langnauern trotzdem noch ein Treffer gelingen würde. Aber sie hätten wohl noch einmal sechzig Minuten spielen können - die Scheibe hätte aus keinem Winkel den Weg ins Tor gefunden. So feierte Servette-Goalie Descloux seinen vierten Saison-Shutout.

Durch die Niederlage fallen die SCL Tigers in der äusserst ausgeglichenen National League vom dritten auf den fünften Rang zurück. Bereits am Sonntag haben sie die Möglichkeit, auswärts gegen Davos einen 8-Punkte-Vorsprung auf das 9. platzierte Lugano herauszuholen.

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