Olesz wird ein Tiger

Die SCL Tigers verpflichten Rostislav Olesz. Der 30-jährige Tscheche ist in der Schweiz kein Unbekannter – in der Saison 2013/2014 überzeugte er mit seinen Darbietungen beim SC Bern.

Rostislav Olesz spielte zuletzt beim HC Vitkovice Steel, wohin er nach seinem Engagement beim SC Bern in der Saison 2013/14 gewechselt war.

Rostislav Olesz spielte zuletzt beim HC Vitkovice Steel, wohin er nach seinem Engagement beim SC Bern in der Saison 2013/14 gewechselt war.

(Bild: Andreas Blatter)

Marco Oppliger@BernerZeitung

Die SCL Tigers sind in den letzten Tagen – wie erwartet – nicht untätig geblieben. Am Montag haben die Emmentaler die Verpflichtung von Rostislav Olesz bekannt gegeben. Der Tscheche stösst per sofort vom HC Vitkovice Steel zu den Langnauern.

In dieser Saison absolvierte der 30-Jährige für seinen Stammverein 15 Partien, er traf dabei zwölfmal und steuerte vier Assists bei.

Olesz ist mit 1,88 m und 97 kg ein kräftiger Flügel. Und: Er kennt das Schweizer Eishockey. In der Saison 2013/2014 hatte sich der SC Bern nach einem schwachen Start die Dienste des Tschechen gesichert.

An Olesz jedenfalls lag es nicht, verpassten die Berner die Playoffs – in 29 Spielen erzielte er 11 Tore und 5 Assists. Nach seinen ansprechenden Leistungen wurde gar über eine Vertragsverlängerung diskutiert, doch der SCB entschied sich schliesslich für Bud Holloway und gegen den tschechischen Nationalspieler.

Konkurrenzkampf anheizen

«Ich erhoffe mir von ihm eine ­gute Scheibenkontrolle in den Ecken und natürlich Präsenz im Slot», hält Jörg Reber fest. Der Langnauer Sportchef hat sich seit geraumer Zeit nach einem fünften Ausländer umgesehen.

Gewiss soll der Tscheche auch den Konkurrenzkampf unter den Tigers-Ausländern anheizen. Nun müssen sich Ville Koistinen, Kévin Hecquefeuille, Kevin Clark und Chris DiDomenico für einen Platz aufdrängen.

Olesz hat 365 NHL-Partien (134 Punkte) absolviert, 2006 gewann er mit Tschechien an den Olympischen Spielen Bronze. In einem Interview mit dieser Zeitung hatte er nach seiner Verpflichtung in Bern gesagt: «Ich bin kein Spieler, der die Zweikämpfe vor dem gegnerischen Tor fürchtet. Ich bin gerne dort, wo es wehtut, und versuche auch, die sogenannten Dirty Goals zu erzielen.»

Das muss für die Langnauer – die stets betonen, ein unangenehmer Gegner sein zu wollen – wie Musik in den Ohren klingen.

Berner Zeitung

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