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Ein Star für den SCB

Martin Gelinas kommt als fünfter Ausländer zum SCB. Er hat 1420 Spiele in der NHL bestritten, ist aber auch schon 38-jährig.

Die SCB-Ausländer haben in dieser Saison noch selten überzeugt. Simon Gamache liegt mit 18 Punkten als Bester des Quartetts auf Platz 29 der Skorerliste. Zusammen haben Gamache, Travis Roche, Sébastien Bordeleau und Ramzi Abid erst 23-mal getroffen. Nun versucht Sportchef Sven Leuenberger vor allem seinen lahmenden Stürmern mit einem Konkurrenten Beine zu machen, dem das Toreschiessen im Blut liegt: Aus Nordamerika kommt Martin Gelinas, der für Edmonton, Québec, Vancouver, Carolina, Calgary, Florida und Nashville in 1420 NHL-Spielen 342 Tore erzielte und auch einmal (1990 mit den Edmonton Oilers) den Stanley-Cup gewann.

Gelinas soll am Freitag in Bern eintreffen und wird wahrscheinlich in einer Woche im Champions-Hockey-League-Spiel gegen HV 71 erstmals für den SCB spielen. Sein Vertrag ist vorerst auf zwei Wochen und sechs Spiele beschränkt. Sollte er während dieser Zeit Sportchef Leuenberger und Coach John Van Boxmeer überzeugen, darf er bis Ende Saison bleiben.

Mit Gretzky getauscht

Mit Gelinas kommt ein eigentlicher Star zum SCB. Der Frankokanadier wurde 1988 von den Los Angeles Kings als Nummer 7 in der ersten Runde gezogen und machte zum ersten Mal unfreiwillig Schlagzeilen, weil er Teil des Megadeals war, der Wayne Gretzky von Edmonton nach LA brachte. Später zeichnete er sich immer wieder als Schütze von wichtigen Treffern aus. Im Frühjahr 2004 schoss er für Calgary im Achtel-, Viertel- und Halbfinal des Stanley-Cup-Playoffs jeweils den letzten Treffer der Serie, zwei davon in der Verlängerung. Die folgende Saison brachte ihn wegen des Arbeitsstreits ein erstes Mal in die Schweiz zum B-Ligisten Morges und für einen Match zu Lugano.

Gelinas hatte lange gezögert, beim SCB zuzusagen. Bis zuletzt hoffte er, noch einmal in der NHL unterzukommen. Chicago hatte sein Interesse signalisiert und auch sein letzter Klub Nashville prüfte einen neuen Vertrag.

Für den SCB hat die Verpflichtung Gelinas’ zwei Makel: Er ist nicht der Verteidiger, den Leuenberger gesucht hat. Und mit 38 Jahren hat er seine beste Zeit hinter sich. In der Schweiz könnte er trotzdem zur Attraktion werden.

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