Ein schönes Problem

Bern

Bezüglich der Aufstellung für den Cupfinal gegen die Kloten Flyers, der schon fast ausverkauft ist, gibt es noch einige offene Fragen.

Es sei merkwürdig, mitten in der Saison um einen Pokal zu spielen, so Bud Holloway.

Es sei merkwürdig, mitten in der Saison um einen Pokal zu spielen, so Bud Holloway.

(Bild: Andreas Blatter)

Adrian Ruch

Die Klubführung des SC Bern stand dem Schweizer Cup von Anfang an positiv gegenüber. Mittlerweile hat das Cupfieber auch die Spieler erfasst. Jedenfalls wurden am Montag, zwei Tage vor dem Final gegen die Kloten Flyers (20.15 Uhr), die Medienschaffenden für die Endphase des Trainings ausgesperrt.

Wegen des hohen Lärmpegels ist anzunehmen, dass nicht taktische Varianten einstudiert, sondern Teambildungsübungen absolviert wurden. Es sei merkwürdig, mitten in der Saison um einen Pokal zu spielen, gab Bud Holloway zu. «Aber nachdem wir fast die ganze Arbeit erledigt haben, wollen wir den Titel unbedingt holen.»

Der Kanadier spricht nicht zufällig von «wir»; die letzten neun Partien konnte er verletzungsbedingt nicht bestreiten, nun ist der Flügel wieder fit und voller Tatendrang. Er fühle sich ausgezeichnet und wolle spielen, «aber letztlich entscheidet der Coach, ob ich zum Einsatz komme».

Aufstellung erst am Spieltag

Holloway wird fast sicher ins Team zurückkehren, auch wenn Cheftrainer Guy Boucher sagte, er werde die Aufstellung erst am Spieltag festlegen. Es geht ihm nicht darum, die Klotener im Ungewissen zu lassen; doch er sieht sich selber noch mit einigen offenen Fragen konfrontiert. «Simon Moser war krank, Jesse Joenssu kam mit einem Pferdekuss aus dem Nationalteam zurück, Martin Plüss leidet an einer Augeninfektion», zählte der Kanadier auf.

Zudem absolvierte Chuck Kobasew am Montag nach überstandener Hirnerschütterung in Zürich die letzten Tests. Wahrscheinlich stehen daher künftig für die vier Ausländerpositionen sechs Importspieler zur Verfügung. Obwohl er einräumte, unangenehme Entscheide treffen zu müssen, sprach Boucher von einem schönen Problem. «Es ist schwieriger, keine Optionen zu haben.» Klarheit herrscht derzeit bei den Goalies: Marco Bührer wird gegen Kloten das Tor hüten; ob Nolan Schaefer schon wieder in der Lage ist, die Rolle des Ersatzmanns zu spielen, ist fraglich.

Am Montagmittag waren nur noch 500 Stehplatztickets erhältlich; der Cupfinal dürfte in der Postfinance-Arena also vor ausverkauften Rängen stattfinden.

Berner Zeitung

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt