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Ein glanzloser Thuner Erfolg

Der EHC Thun ­gewinnt das wenig spektakuläre Derby gegen Unterseen 4:2 und sichert sich damit den dritten Sieg in Folge.

Unter Kontrolle: Unterseens Kevin Rohrbach gegen den Thuner Doppeltorschützen Pascal Rossel (hinten).
Unter Kontrolle: Unterseens Kevin Rohrbach gegen den Thuner Doppeltorschützen Pascal Rossel (hinten).
Manuel Zingg

Manchmal genügt ein Tor aus dem Nichts heraus, um ein Team wachzurütteln. Swen Kohlers Treffer für den SC Unterseen-Interlaken in der 35. Spielminute war so ein Beispiel. Bis dahin ­kamen die Gäste im Mitteldrittel nicht ein einziges Mal gefähr­lich vor das gegnerische Tor. Und rannten deshalb einem 0:2-Rückstand hinterher.

Die Besucher spielten im Boxplay, 30 Sekunden gar in doppelter Unterzahl. Doch kaum waren die ­Strafen abgesessen, stand es dank Kohlers Treffer plötzlich nur noch 1:2 aus Sicht des SCUI.

Individuelle Fehler

Gute Momente hat das Team von Trainer Philippe Kunz in der laufenden Saison praktisch in jedem Spiel. Jedoch auch immer wieder defensive Durchhänger. Ein schneller Thuner Gegenstoss in der 47. Minute, Unterseen-Verteidiger Alain Müller stürzt im dümmsten Moment, ein Pass von Pascal Zürcher auf Pascal Kohler, und es stand 3:1. «Wir haben uns mit individuellen Fehlern selber ins Elend gearbeitet», resümierte Philippe Kunz nach dem Spiel.

Denn auch bei den ersten Thuner Treffern wirkte die Unterseener Hintermannschaft nicht sattelfest. Pascal Rossels staubtrockener Slapshot in der 11. Minute, der zum 1:0 führte, war zwar sehenswert. Jedoch genoss Rossel dabei zu viele Freiheiten. Und Remo Schlapbachs 2:0 kurz nach Beginn des zweiten Abschnitts resultierte nach einem Thuner Gegenstoss, dem ein Unterseener Abspielfehler voranging.

Doch auch der EHC Thun brillierte an diesem Abend nicht. Das Spiel war über weite Strecken zähflüssig. Schöne Spielzüge bekamen die Zuschauer selten vorgesetzt. «In der Offensive tun wir uns nach wie vor schwer. Für kreative Aktionen mit der Scheibe fehlt uns die Selbstsicherheit», so Thun-Trainer Christoph Schenk. «Aber wenn wir hinten kompakt stehen – und das taten wir heute –, dann kann es trotzdem zum Sieg reichen.» Alles in allem sah Schenk einen «gut kontrollierten Match» seiner Mannschaft.

Philippe Kunz ersetzte 90 Sekunden vor Schluss den Torhüter durch einen sechsten Feldspieler. Die Schlussoffensive der Gäste blieb unbelohnt. Gabriel Bracher scheiterte gleich mehrfach von der blauen Linie; irgendein Thuner Bein stand immer im Weg. Bracher war es auch, der sich in der Schlussminute von Pascal Rossel den Puck abluchsen liess.

Dieser schob ins leere Tor zu ­seinem zweiten persönlichen Treffer ein. Ein Drittel der Qualifikation ist gespielt: Thun holte 18 Zähler in zehn Spielen. «Mit einem solchen Punkteschnitt können wir leben», sagte Christoph Schenk.

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