«Ein Chaos erzwingen»

SCB-Flügel Pascal Berger erklärt nach dem 1:3 in Davos, was seine Mannschaft künftig besser machen muss.

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Adrian Ruch

Vier Niederlagen in Serie – wie ist derzeit die Stimmung in der SCB-Garderobe?
Pascal Berger:Logischerweise nicht besonders gut. Wir haben nicht so weitergemacht, wie wir es uns nach dem geglückten Saisonstart vorgenommen hatten. Das Positive ist, dass wir wissen, was wir falsch gemacht haben.

Und das wäre?
Zum einen müssen wir hinten weniger Fehler machen, zum anderen vorne vermehrt dem gegnerischen Goalie die Sicht nehmen. Wenn er die Scheibe kommen sieht, hält er sie meistens. Wir müssen vor dem Tor vermehrt ein Chaos erzwingen.

In der Vorsaison scheiterte der SCB in den Playoffs letztlich vor allem an der schlechten Chancenauswertung. Nun besteht seit vier Partien schon wieder dasselbe Problem. Wie gross ist die Verunsicherung?
Im Hinterkopf ist sicherlich eine gewisse Unsicherheit vorhanden. Doch es ist immer dasselbe: Manchmal läuft alles automatisch, manchmal passt nichts zusammen. Wir spielten gegen Davos über weite Strecken gut, trafen zweimal den Pfosten, doch die Tore schoss der Gegner. Wir müssen hart weiterarbeiten und die Details pflegen.

Der Sturm ist mit vier Kanadiern und etlichen Nationalspielern glänzend besetzt...
... wir haben definitiv viel Qualität in der Mannschaft. Doch die Tore aus der Vergangenheit bringen uns heute nichts. Es zählt das Jetzt. Wir müssen, was auf dem Papier steht, auch aufs Eis bringen. Jeder muss sich selber an der Nase nehmen.

Beim zweiten und beim dritten Gegentreffer hatten die Torschützen sehr viel Freiraum. Was lief schief?
Gegentore fallen meistens nach Abstimmungsproblemen oder individuellen Fehlern. Wir müssen besser auf die Details achten und in der Defensive konsequenter arbeiten. Gerade die Davoser sind vor dem Tor eiskalt und nutzen es aus, wenn man ihnen zu viel Platz lässt. Aber wir dürfen nun nicht verzweifeln. Es gilt auf den guten Sachen aufzubauen.

Sind Sie froh, steht nun eine Cuppartie auf dem Programm, in welcher der SCB auf den NLB-Klub Langenthal trifft?
Ach, das spielt keine Rolle. Wenn wir 100 Prozent bringen, sollte dies für den Sieg reichen, 90 Prozent werden aber sicher nicht genug sein. Klar ist: Wir stehen unter Druck: Gegen Langenthal können wir nur verlieren. Ich bin aber zuversichtlich, dass wir den Turnaround schaffen werden.

Berner Zeitung

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