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Die Tigers lahmen

Heute treten die SCL Tigers in Genf an. Die Equipe von Heinz Ehlers reist arg dezimiert in die Romandie; vorab in der Verteidigung plagen die Langnauer grosse Verletzungssorgen.

Philippe Seydoux (rechts) hat es böse erwischt: Der Verteidiger verlor im Derby gegen Bern mehrere Zähne und zog sich eine Hirnerschütterung zu.
Philippe Seydoux (rechts) hat es böse erwischt: Der Verteidiger verlor im Derby gegen Bern mehrere Zähne und zog sich eine Hirnerschütterung zu.
Keystone

Quizfrage: Vor welcher Frau fürchten sich Eishockeyspieler am meisten? Klar, vor der Verletzungshexe! Derzeit treibt sie im Emmental ihr Unwesen – und geht dabei ganz und gar nicht zimperlich vor. Drei Verteidiger sind bei den SCL Tigers ausser Gefecht gesetzt. «Das ist für ein Team mit unseren Verhältnissen viel», hält Sportchef Jörg Reber fest.

Die Langnauer verfügen bekanntlich nicht über die Kaderbreite einer Spitzenmannschaft, entsprechend stark fallen Ausfälle ins Gewicht. Deshalb verpflichteten sie zuletzt leihweise Spieler aus der NLB, Claudio Cadonau von Langenthal und Luca Camperchioli von Visp. Doch Ersterer zog sich bei seinem zweiten Einsatz für die SCL Tigers eine schwere Knieverletzung zu, wird womöglich bis Ende Saison ausfallen.

Bitter ist das auch deshalb, weil Emmentaler und Oberaargauer sich bei Bedarf mit Spielern aushelfen. «Es ist ein Geben und Nehmen, und ich hoffe, dass diese Zusammenarbeit nun nicht beschädigt ist», sagt Reber. Nun, beim SC Langenthal ist man zwar verärgert, hat sich mit Cadonau der beste Verteidiger verletzt, Vorwürfe aber gibt es nicht. Und: Die Langnauer haben bereits reagiert. Weil beim SCL Jeff Campell länger ausfallen wird, beorderte Reber Eric Himelfarb von La Chaux-de-Fonds nach Langenthal.

Es schmerzt von Kopf bis Fuss

Da in der Swiss League heute ebenfalls eine Runde ansteht, können die SCL Tigers keinen Spieler ausleihen. Sieben Verteidiger bringen sie beim Gastspiel in Genf noch auf das Matchblatt. «Das ist Eishockey, solche Sachen passieren halt», meint Heinz Ehlers. Der Coach mag nicht jammern, doch wird er zweifellos hoffen, dass das Langnauer Lazarett in den verbleibenden vier Spielen bis zur Nationalmannschaftspause sich wieder leeren wird respektive keinen Zuwachs erhält.

Von den Verteidigern dürfte am ehesten Miro Zryd zurückkehren. Der Adelbodner hat nach seiner Hirnerschütterung das Training wieder aufgenommen. Heute spielt er noch nicht, mög­licherweise wird er nächsten Dienstag gegen Kloten wieder ins Geschehen eingreifen.

Philippe Seydoux und Martin Stettler dagegen werden noch länger fehlen. Ersterer wurde im Derby gegen Bern von einem Stock getroffen; er verlor dabei mehrere Zähne, zog sich eine schwere Hirnerschütterung zu. Der langzeitverletzte Stettler musste derweil nochmals einen kleinen Eingriff am bereits operierten Knie vornehmen lassen.

Im Angriff muss Ehlers sicher noch länger auf Nils Berger verzichten, der abermals an einer Schulterverletzung laboriert. Offen ist auch die Rückkehr von Lukas Haas, der Flügel kämpft mit Rückenproblemen.

Immerhin gibt es positive Signale, was das Comeback des Captains betrifft: Pascal Berger, der sich im ersten Saisonspiel einen Schlüsselbeinbruch zuzog, dürfte – bei optimalem Heilungsverlauf – möglicherweise nach der Nationalmannschaftspause Mitte November zurückkehren.

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