Die Schweiz macht das Siegen zur Gewohnheit

Die Schweiz gewinnt gegen Deutschland auch die Reprise – 2:1 nach Penaltys.

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Wahrscheinlich dachte Erich Kühnhackl an einen Nachmittag wie den gestrigen: Sonnenschein, gemütliches Ambiente in der Oltner Altstadt – und dann mit den Leuten in Erinnerungen schwelgen. «Mei, des wär schön», sagte Kühnhackl vor einigen Wochen. «Es gibt so viele tolle Gedanken an meine Zeit in Olten.»

Kühnhackl, 69 Jahre alt, Deutschlands Eishockeyspieler des Jahrhunderts, war gegen Ende seiner Aktivzeit von 1985 bis 1987 beim EHCO tätig. Wer an Olten und an deutsches Eishockey denkt, der denkt als erstes an Kühnhackl. Und wird das weiterhin tun. Selbst wenn gestern Deutschlands Nationalteam im Kleinholz gegen die Schweiz antrat. In einem Spiel ohne relevante Bedeutung gewann der Gastgeber 2:1 nach Penaltys.

Kühnhackl und der Glamourfaktor waren jedenfalls weit weg. Die Equipen traten mit wenigen Ausnahmen ohne arrivierte Kräfte an. Beidseits stand bei diesem Länderspieltermin im Fokus, potenzielle WM-Spieler mit dem System des Nationalteams vertraut zu machen. Das klappte zumindest schweizerseits phasenweise ganz gut. Die Spieler von Patrick Fischer suchten in der Defensive selbst unter Druck nach spielerischen Lösungen, sorgten in der Offensive dank viel Laufarbeit für etliche Gefahrenmomente. Und sie waren bereit, Risiken einzugehen.

Ein Trio trifft zum Abschluss

Dass es den Auswahlen an Erfahrung mangelt, zeigte sich unter anderem bei wild und zuweilen unkontrolliert geführten Zweikämpfen. Deutschland profitierte prompt von einem Ausschluss. Damien Riat glich noch vor der ersten Pause mit einem schönen Handgelenkschuss aus. Während am Vortag beim 4:2-Erfolg in Herisau sämtliche Schweizer Treffer von Debütanten erzielt worden waren, reüssierte in Olten ein alter Bekannter. Dem WM-Silber-Gewinner von 2018 gelang sein achtes Tor im Schweizer Dress.

Allein: Das sollte es bis zum Ablauf der Verlängerung gewesen sein mit Toren. Die Schweizer hatten ein Plus an Chancen, doch ein ums andere Mal wurde Torhüter Daniel Fiessinger zum Spielverderber. So durften sich die Youngsters noch im Penaltyschiessen üben. Für die Schweiz trafen Luca Hischier, Dominik Egli und Luca Fazzini, womit Fischers Auswahl auch den dritten Länderspieltermin der Saison erfolgreich gestalten konnte.

Für das Gros dieses Teams dürfte es im April kein Wiedersehen geben, wenn Fischer die Nationalmannschaft für die erste WM-Vorbereitungswoche versammeln wird.


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