Die Defensive als Erfolgsrezept

Die Stärke des Lausanne HC, der heute den SCB herausfordert, liegt in der Abwehr. Das Defensivsystem trägt die Handschrift des dänischen Coaches Heinz Ehlers.

Heinz Ehlers macht auch in Lausanne sehr gute Arbeit.

Heinz Ehlers macht auch in Lausanne sehr gute Arbeit.

(Bild: Keystone)

Weil Gottéron, Kloten und Ambri zuletzt ebenfalls Punkte verloren, hat sich der Lausanne HC trotz vier Niederlagen in Serie vorzeitig für die Playoffs qualifiziert. «Ich bin unglaublich zufrieden, dass wir es anders als im letzten Jahr frühzeitig geschafft haben. Damals hing alles vom letzten Spieltag ab», bilanziert Coach Heinz Ehlers.

Der Erfolg basiert auf einer starken Phase der Waadtländer, die während 13 Spieltagen nie nach 60 Minuten verloren hatten. Unter anderen rangen sie auswärts Davos und die ZSC Lions nieder. «In diesen Matchs verzeichneten wir kaum Abwesende. Das ist wichtig, weil unser Kader nicht allzu breit ist.»

Ehlers, 2012 mit dem SC Langenthal NLB-Meister geworden, hat Lausanne seit dem Aufstieg zweimal in die Playoffs geführt – ein Gütesiegel: Nach dem 2001 aufgestiegenen Servette ist dies keinem Team mehr gelungen. Der Däne hatte bereits in der vergangenen Saison einen starken Abwehrverbund geformt – der Aufsteiger erhielt am drittwenigsten Gegentore. In der laufenden Spielzeit hält nur der Meister aus Zürich noch besser dicht als der LHC. Die Topquote von durchschnittlich 2,32 Gegentreffern pro Partie beruhe auf dem Defensivkonzept, erklärt der Lausanne-Trainer. «Jeder Spieler ist diesem System verpflichtet, zudem verfügen wir über zwei sehr gute Torhüter.» Cristobal Huet sei gar einer der besten Goalies der Liga, sagt er.

Berner Woche

Drei der vier letzten Ernstkämpfe vor den Playoffs trägt Lausanne gegen Berner Vereine aus (am Dienstag gegen Bern, am Freitag und Samstag gegen Biel). Fällt Bern auf den 2.Rang zurück, könnte es im Viertelfinal zum Wiedersehen kommen. Doch Ehlers meint: «So wie ich den SCB einschätze, bleibt er Erster. Am Sonntag war die Mannschaft in Zürich vielleicht etwas müde nach einer harten Woche. Für uns wird es aber am Dienstag sehr, sehr schwer zu bestehen.»

Der wahrscheinlichste Playoff-Gegner ist der Meister. Die ZSC Lions hatten sich 2014 im Viertelfinal mit 4:3 Siegen durchgesetzt. Sorgen bereiten würde Ehlers ein Duell mit den Zürchern nicht. «In der Qualifikation war jedes Spiel gegen die Lions offen, der Unterschied war nie grösser als 2 Tore. Wir haben keinen Wunsch- oder Angstgegner.»

Der Sohn auf der Überholspur

Der ehemalige Coach des EHC Biel freut sich über die Leistungen seines Sohnes in Übersee. Nikolaj, 1.-Runden-Draft der Winnipeg Jets, spielt in Kanada in der Juniorenliga QMJHL In bisher 37 Partien hat er für die Halifax Mooseheads schon 28 Tore und 46 Assists gebucht. «Ich bin sehr zufrieden mit ihm, schon letzte Saison lief es ihm ausgezeichnet. Er wurde zum Rookie des Jahres gewählt – das zeigt, dass er auf dem richtigen Weg ist.»

Ehlers selbst spielte im Alter von 17 Jahren unter Björn Kinding schon in der dänischen Nationalmannschaft. Dass Nikolaj nun im Alter von 19 Jahren im dänischen Team debütieren werde, sei dennoch unwahrscheinlich: «Damals spielte Dänemark in der C-Gruppe, alle Spieler waren jung. Im Moment konzentriert sich Nikolaj auf seine Einsätze in Kanada. Daher ist eine WM-Teilnahme in diesem Jahr wohl noch nicht möglich.»

Berner Zeitung

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