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Die 10 Gründe für das Schweizer Wunder gegen Kanada

In 76 Jahren konnten die Schweizer das Mutterland des Eishockeys bei einer WM nie bezwingen. Am Mittwoch änderte sich das unter Sean Simpson. Sein Team landete einen 4:1-Coup.

Stephan Roth
Nach 13 relativ erfolgreichen Jahren unter Ralph Krueger brauchte die Schweizer Nationalmannschaft einfach einen neuen Impuls und eine neue Stimme. Dabei stellte sich die Wahl von Sean Simpson, dem in England geborenen Kanadier, der mit den ZSC Lions die Champions League (im Final gegen Magnitogorsk) und den Victoria Cup (gegen die Chicago Blackhawks) gewonnen hatte, als bisher ideal heraus.
Nach 13 relativ erfolgreichen Jahren unter Ralph Krueger brauchte die Schweizer Nationalmannschaft einfach einen neuen Impuls und eine neue Stimme. Dabei stellte sich die Wahl von Sean Simpson, dem in England geborenen Kanadier, der mit den ZSC Lions die Champions League (im Final gegen Magnitogorsk) und den Victoria Cup (gegen die Chicago Blackhawks) gewonnen hatte, als bisher ideal heraus.
Ohne einen einzigen NHL-Spieler bodigte die Schweiz die Kanadier. Das zeigt, wie gut das Niveau in der NLA ist. Unsere Spitzen-Liga und die Nachwuchs-Abteilungen der Spitzenvereine produzieren inzwischen derart viele Spieler von Qualität, dass selbst die Absagen von Spielern wie Streit, Hiller, Sbisa, Wick oder Sprunger kompensiert werden können.
Ohne einen einzigen NHL-Spieler bodigte die Schweiz die Kanadier. Das zeigt, wie gut das Niveau in der NLA ist. Unsere Spitzen-Liga und die Nachwuchs-Abteilungen der Spitzenvereine produzieren inzwischen derart viele Spieler von Qualität, dass selbst die Absagen von Spielern wie Streit, Hiller, Sbisa, Wick oder Sprunger kompensiert werden können.
Nach den starken Spielen bei den Olympischen Spielen vom Turin 2006 (2:0) und Vancouver 2010 (2:3 n.P.) haben die Schweizer ihre Komplexe in den Spielen gegen das Mutterland des Eishockeys abgelegt. Gestern spielten sie absolut furchtlos und gewannen gar mit der Fortdauer des Spiels an Sicherheit. «Wir sind am Gegner gewachsen», sagte Coach Sean Simpson.
Nach den starken Spielen bei den Olympischen Spielen vom Turin 2006 (2:0) und Vancouver 2010 (2:3 n.P.) haben die Schweizer ihre Komplexe in den Spielen gegen das Mutterland des Eishockeys abgelegt. Gestern spielten sie absolut furchtlos und gewannen gar mit der Fortdauer des Spiels an Sicherheit. «Wir sind am Gegner gewachsen», sagte Coach Sean Simpson.
Bei den Siegen gegen Lettland und Italien waren die beiden Sturmreihen mit den Spielern der Playoff-Finalisten Bern (Plüss/Rüthemann) und Servette (Déruns/Savary) noch matt und blass geblieben. Gegen die Kanadier formierte Sean Simpson eine neue Paradeformation. Und die Reihe mit Rüthemann, Plüss und Déruns dankte es mit drei Toren. Simpson: «Déruns hat ein bisschen mehr für Rüthemann und Plüss gearbeitet als Lemm in den Spielen vorher. Diese Linie spielte dadurch sehr gut.»
Bei den Siegen gegen Lettland und Italien waren die beiden Sturmreihen mit den Spielern der Playoff-Finalisten Bern (Plüss/Rüthemann) und Servette (Déruns/Savary) noch matt und blass geblieben. Gegen die Kanadier formierte Sean Simpson eine neue Paradeformation. Und die Reihe mit Rüthemann, Plüss und Déruns dankte es mit drei Toren. Simpson: «Déruns hat ein bisschen mehr für Rüthemann und Plüss gearbeitet als Lemm in den Spielen vorher. Diese Linie spielte dadurch sehr gut.»
Gegen die Kanadier spielten die mutigen Schweizer wie in den beiden Spielen zuvor gegen Lettland und Italien. «Schliesslich war ja auch das Ziel gegen Kanada das gleiche wie gegen Lettland und Italien: Wir wollten gewinnen», so Simpson. Der Gegner wurde unter grossem Laufaufwand früh angegriffen und bei eigenem Puckbesitz attackierten die Schweizer sofort ohne Hemmungen.
Gegen die Kanadier spielten die mutigen Schweizer wie in den beiden Spielen zuvor gegen Lettland und Italien. «Schliesslich war ja auch das Ziel gegen Kanada das gleiche wie gegen Lettland und Italien: Wir wollten gewinnen», so Simpson. Der Gegner wurde unter grossem Laufaufwand früh angegriffen und bei eigenem Puckbesitz attackierten die Schweizer sofort ohne Hemmungen.
Die Spielweise der Schweizer bezeichneten die kanadischen Medien anerkennend als «pesky», was wörtlich übersetzt nervtötend heisst, und bedeutet, dass die Schweizer bissiger und hungriger als ihr Gegner waren, dass sie die Kanadier nie in Ruhe liessen. Dass die Schweizer mehr Checks austeilten als die Spieler mit dem Ahornblatt auf der Brust, wird das Ansehen unseres Eishockeys in Nordamerika, wo Schweizer Eishockeyspieler immer noch als weich gelten, stärken.
Die Spielweise der Schweizer bezeichneten die kanadischen Medien anerkennend als «pesky», was wörtlich übersetzt nervtötend heisst, und bedeutet, dass die Schweizer bissiger und hungriger als ihr Gegner waren, dass sie die Kanadier nie in Ruhe liessen. Dass die Schweizer mehr Checks austeilten als die Spieler mit dem Ahornblatt auf der Brust, wird das Ansehen unseres Eishockeys in Nordamerika, wo Schweizer Eishockeyspieler immer noch als weich gelten, stärken.
Der Schweizer Verband leistet sich den Luxus, mit Andy Murray einen dreifachen kanadischen Weltmeister-Trainer als Berater zu beschäftigen. Der 58-Jährige beobachtete die Gegner und achtete dabei auf die Details. Dank Murrays Erfahrung und der Hilfe von Video-Coach Diego Scandella konnte Simpson sein Team perfekt auf die Kanadier einstellen. So veränderten die Schweizer ihr Boxplay und kassierten bei fünf kanadischen Powerplays keinen einzigen Gegentreffer.
Der Schweizer Verband leistet sich den Luxus, mit Andy Murray einen dreifachen kanadischen Weltmeister-Trainer als Berater zu beschäftigen. Der 58-Jährige beobachtete die Gegner und achtete dabei auf die Details. Dank Murrays Erfahrung und der Hilfe von Video-Coach Diego Scandella konnte Simpson sein Team perfekt auf die Kanadier einstellen. So veränderten die Schweizer ihr Boxplay und kassierten bei fünf kanadischen Powerplays keinen einzigen Gegentreffer.
Tobias Stephan, der anstelle von Martin Gerber im Tor stand, wurde nach seinen 31 Paraden gegen die Kanadier zum besten Spieler seines Team gewählt. Der Goalie von Servette mit NHL-Erfahrung (Dallas Stars) spielte tatsächlich gut und äusserst solide. Dass er aber keine Wundertaten vollbringen musste, zeigt, wie gut die Schweizer spielten.
Tobias Stephan, der anstelle von Martin Gerber im Tor stand, wurde nach seinen 31 Paraden gegen die Kanadier zum besten Spieler seines Team gewählt. Der Goalie von Servette mit NHL-Erfahrung (Dallas Stars) spielte tatsächlich gut und äusserst solide. Dass er aber keine Wundertaten vollbringen musste, zeigt, wie gut die Schweizer spielten.
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