«Derzeit ist alles gut»

Der 29-jährige Stürmer Thomas Rüfenacht zieht eine Zwischenbilanz und sagt, wie der SC Bern in den Playoffs erfolgreich sein kann.

Thomas Rüfenacht hätte gern mehr Skorerpunkte auf dem Konto.

Thomas Rüfenacht hätte gern mehr Skorerpunkte auf dem Konto.

(Bild: Andreas Blatter)

Adrian Ruch

In Genf schien eine andere SCB-Mannschaft auf dem Eis zu stehen als am Vortag gegen Kloten. Hatte Coach Guy Boucher den Spielern Beine gemacht?Thomas Rüfenacht: Der Coach forderte eine Reaktion, doch wir Spieler standen auf dem Eis, sorgten für die Leistungssteigerung. Uns war klar, dass wir gegen Kloten nicht gut genug waren.

Wie erklären Sie sich rückblickend die klare Niederlage gegen die Kloten Flyers? Für die Klotener war es ein Playoff-Match, dementsprechend spielten sie. Wir hingegen erreichten nicht unser gewohntes Niveau. Ich bin froh, ist uns gegen Servette eine Reaktion gelungen.

In Genf geriet der SCB nach dominant geführtem zweiten Drittel kurz vor der Pause in Überzahl in Rückstand. Machte sich im Team Verzweiflung breit? Verzweifelt waren wir nicht, aber frustrierend war es schon, viel Druck erzeugt, aber kein Tor geschossen zu haben. Doch wir haben in dieser Saison schon oft einen Rückstand wettgemacht, daher hatten wir immer noch ein gutes Gefühl. Wir wussten, dass die Scheibe mal ins Tor gehen müsste, wenn wir so weiterspielen würden. Und letztlich war es dann auch so.

Der Coach formierte alle Sturmlinien neu. Bereitete Ihnen die Umstellung Probleme? Nein, in unserem Team spielen alle Linien nach dem selben System. Es ist nicht so, dass ein Block etwas anderes machen, kreativer spielen dürfte. Das macht es einfach, sich in einer anderen Linie zurechtzufinden.

Sie wechselten im Sommer zum SCB. Wie fällt Ihre persönliche Zwischenbilanz aus? Wenn man in der Tabelle zuoberst steht, kann man nicht klagen. Ich hätte aber gern mehr Skorerpunkte auf dem Konto, möchte in der Offensive noch mehr zum Erfolg beitragen. Chancen erarbeite ich mir genug. Ich wurde hervorragend aufgenommen und fühle mich bestens integriert. Derzeit ist alles gut, doch wir werden in den Playoffs zeigen müssen, was wir draufhaben. Dann wird die Qualifikation vergessen sein.

Haben Sie im Hinblick auf die Playoffs ein gutes Gefühl? Ja, aber man braucht auch immer etwas Glück. Wichtig ist, dass nicht viele Spieler verletzt sind. In den Playoffs tut jeder Ausfall weh. Auch deshalb hoffe ich, dass es Philippe Furrer nicht allzu schlimm erwischt hat.

Muss der SCB im Hinblick auf die Playoffs vieles ändern? Ich denke nicht. Servette ist physisch sehr stark, doch wir hielten auch in dieser Hinsicht problemlos mit. Wenn wir als Team auftreten und jeder alles gibt, sieht es gut aus. Dann kann jeder ein entscheidendes Tor schiessen respektive zum Helden werden. Aber wie gesagt: Es braucht das ganze Team.

Berner Zeitung

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