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Der SCB steht in Davos massiv unter Druck

Der SC Bern hat trotz der 3:4-Niederlage nach Verlängerung gegen Servette am Sonntagnachmittag in Davos die Chance, über den Strich zu klettern. Doch das kann nur mit einer klaren Leistungssteigerung gelingen.

Die Lage für den SCB und Goalie Tomi Karhunen spitzt sich zu.
Die Lage für den SCB und Goalie Tomi Karhunen spitzt sich zu.
Urs Lindt/freshfocus

Mit den Siegen von Gottéron in Lausanne und von Ambri gegen die SCL Tigers sowie der Heimniederlage des SC Bern gegen Servette hat sich die Situation am Strich noch einmal zugespitzt. Am Sonntag bekommt der Meister in Davos die Gelegenheit, mit dem Kantonsrivalen aus Langnau den Platz zu tauschen und über den Strich zu klettern. Sollten die Mutzen hingegen im Bündnerland ohne Zähler bleiben, würde ihre Lage noch brenzliger. Der Vorsprung auf Gottéron, das bisher einen Match weniger ausgetragen hat, beträgt derzeit nur zwei Einheiten.

Für einen Sieg gegen den HCD bedarf es freilich einer klaren Steigerung. Denn bei der 3:4-Niederlage nach Verlängerung gegen Servette war die Mängelliste lang:

- Obwohl er den SCB im zweiten Drittel im Spiel hielt, war Goalie Tomi Karhunen für einmal kein sicherer Rückhalt. Das 1:1 war nicht unhaltbar, beim 2:2 sah der Finne schlecht und beim 3:4 unglücklich aus.

- Das Zweikampfverhalten war ungenügend, die physisch stärkeren Genfer dominierten an der Bande und vor den beiden Toren. Vor Karhunen herrschte mehrfach ein Tohuwabohu; insgesamt konnten die Berner nicht verhindern, dass Servette 84 Abschlussversuche totalisierte.

- Das Powerplay funktionierte überhaupt nicht. Als sie sich in Überzahl befanden, ernteten die Mutzen von den eigenen Fans zweimal heftige Pfiffe. Das Problem ist nicht neu. In den letzten sechs Partien hat der SCB nur einem Powerplay-Treffer erzielt und zudem noch einen Shorthander kassiert.

- Die Berner trugen zur Scheibe zu wenig Sorge. Sowohl in der eigenen als auch in der neutralen Zone produzierten sie viele Fehlpässe, weshalb sie viel Zeit im eigenen Drittel verbringen mussten.

Weil der SCB in Unterzahl dicht hielt und Andrew Ebbett sowie Inti Pestoni herrliche Tore schossen, erreichte das Team Kari Jalonens zum dritten Mal in Folge die Verlängerung. Doch diesmal holte es den Zusatzpunkt nicht. Roger Karrer erzielte in der 62. Minute den Siegtreffer für Servette.

«Zufrieden sind wir nicht, aber wir nehmen jeden Punkt, den wir kriegen können», sagt Ebbett. Der Kanadier bemängelt, er und seine Teamkollegen hätten die Beine zu wenig bewegt und zu viele Turnover produziert. Ebbett erklärt, es sei schwierig, nach fünf, sechs Tagen ohne Match, in Schwung zu kommen, vor allem wenn man zuvor monatelang den im Dienstag-Freitag-Samstag-Rhythmus gespielt habe. Dem Mittelstürmer ist klar, dass der SCB in Davos zulegen muss. «Wir müssen vor allem viel mehr laufen und einfacher spielen.»

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