Der richtige Trainer am richtigen Ort

Der Kommentar von Sportredaktor Philipp Rindlisbacher zur Vertragsverlängerung des Tigers-Trainers Heinz Ehlers.

Die Vertragsverlängerung mit Heinz Ehlers ist für die SCL Tigers von substanzieller Bedeutung. Des Trainers Handschrift ist in Langnau deutlicher zu lesen als in anderen Klubs. Ein pingelig einstudiertes Spielsystem, klar verteilte Rollen, ein hohes Mass an Disziplin – aus bescheidenen Möglichkeiten holt der Däne erstaunlich viel heraus.

Ehlers passt wie die Faust aufs Auge zu einem kleinen Verein, wie die Langnauer einer sind: Wie kein Zweiter versteht er es, technisch limitierte, aber hart arbeitende Profis zu formen respektive anderswo Gescheiterte zurück auf den rechten Weg zu bringen.

Spielerisch reicht die Substanz an und für sich bei weitem nicht für einen Rang in den Top 8 aus. Dennoch kämpfen die Emmentaler im Qualifikationsendspurt um einen Playoff-Platz.

Nach hektischen Jahren sorgen die SCL Tigers endlich für Kontinuität. Im Herbst wird Ehlers in seine dritte Saison steigen; vor seiner Ankunft im Oktober 2016 hatten in Langnau innert weniger als 4 Jahren 7 Trainer das Sagen gehabt. Balsam auf die Wunden ist die Fortführung der Zusammenarbeit für Sportchef Jörg Reber,

der mangels finanzieller Argumente auf dem Transfermarkt zuletzt Mal für Mal den Kürzeren zog. Was das Schweizer Personal betrifft, dürfte die Mannschaft kaum besser werden.

Umso bedeutender wird Ehlers: Das Team ohne Überflieger ist auf ihn zugeschnitten. Es gibt gar Spieler, die eine Abhängigkeit vom Coach erwähnen. Ein Abgang hätte die anhaltende positive Entwicklung womöglich arg gebremst.

Bernerzeitung.ch/Newsnetz

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