Der EHC Brandis zieht nach Huttwil

Die erste Mannschaft des EHC Brandis wird seine Spiele künftig in der Huttwiler Eishalle austragen und vorerst weiter unter dem gleichen Namen auftreten.

<b>Symbolischer Handschlag</b> nach dem besiegelten Deal: Heinz Krähenbühl, CEO EHC Brandis, und Lukas Zürcher, Co-Leiter Campus Perspektiven, an der Medienkonferenz vom Mittwoch in Huttwil.

Symbolischer Handschlag nach dem besiegelten Deal: Heinz Krähenbühl, CEO EHC Brandis, und Lukas Zürcher, Co-Leiter Campus Perspektiven, an der Medienkonferenz vom Mittwoch in Huttwil. Bild: Marcel Bieri

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«Campus Perspektiven» wird seit 2016 die Sportanlage in Schwarzenbach bei Huttwil genannt. Bessere Perspektiven sieht dort auch das Fanionteam des EHC Brandis für sich. Was sich seit Januar angedeutet hat, ist seit Mittwoch Tatsache.

An einer Medienkonferenz gab Heinz Krähenbühl. CEO der 1. Mannschaft der Emmentaler, bekannt, dass die Equipe ab der Saison 2018/19 sein Domizil von Hasle nach Huttwil verlegt und alle Spiele sowie Trainings dort austrägt.

Der Entscheid sei im Laufe des letzten Jahres gereift. «Im letzten Frühling konnten wir den Aufstieg in die Swiss Regio League bewerkstelligen», sagt Krähenbühl. «Dadurch sind die Anforderungen punkto Wirtschaftlichkeit und Infrastruktur gestiegen.»

Die Anlage in Huttwil ist wesentlich grösser als jene in Hasle und bietet mehr Möglichkeiten zur Vermarktung. Im Emmental verbleiben die zweite und die dritte Mannschaft des EHC Brandis, der Nachwuchs und die Frauen.

Auch nach dem Umzug wird das Swiss-Regio-League-Team unter dem Namen Brandis spielen. «Der Name bleibt vorerst unverändert», sagte Krähenbühl. Die Equipe soll sich in der Spitzengruppe der Swiss Regio League etablieren, ein Aufstieg in den Profibereich ist kein Thema.

Andere Prioritäten

Vor dem Umzugsentscheid waren Gespräche mit den Betreibern der Brünnli-Halle über eine Modernisierung der dortigen Anlage geführt worden. Krähenbühl wünschte sich unter anderem Verbesserungen bei der Gastronomie. «Ich wurde jedoch vertröstet, man schaue mal, wie sich das in der Swiss Regio League so entwickle», sagte der Brandis-CEO.

Walter Wüthrich, der Verwaltungsratspräsident der Brünnli AG, bestätigte diese Aussage und wies darauf hin, dass Umbauten auch finanziert werden müssen. «Unsere Mittel sind begrenzt», sagte er am Mittwoch auf telefonische Nachfrage. «In der Brünnli-Halle müssen wir prioritär das Problem mit der zu grossen Feuchtigkeit in der Halle in den Griff bekommen.»

Vom sportlichen Standpunkt her betrachtet Wüthrich den Wegzug der 1. Mannschaft als Verlust. «Wirtschaftlich ist dies für uns verkraftbar», sagte er bereits im Januar. Für das frei werdende Eis gibt es genügend Interessenten, unter anderem können der Nachwuchs und die Frauen von Brandis mehr Trainings durchführen. (Berner Zeitung)

Erstellt: 07.02.2018, 13:39 Uhr

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