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Der bärbeissige Perfektionist

Sean Simpson hat das Schweizer Eishockey-Nationalteam, das heute in den WM-Halbfinals die USA fordert, mit seiner akribischen Art zu neuen Höhen geführt. Ein Porträt.

«Er hat seine Prinzipien, aber er will auch andere Meinungen hören»: Nationaltrainer Sean Simpson, de Baumeister der Schweizer WM-Erfolge.
«Er hat seine Prinzipien, aber er will auch andere Meinungen hören»: Nationaltrainer Sean Simpson, de Baumeister der Schweizer WM-Erfolge.
Keystone

Nichts kleidet einen Coach so schön wie der Erfolg. Als Sean Simpson im vergangenen Jahr in Helsinki mit den Schweizern erneut den WM-Viertelfinal verpasst hatte und vor laufender Kamera gefragt wurde, ob er die Konsequenzen ziehe und zurücktrete, brachte er, erstaunt ob so viel Dreistigkeit des Interviewers, kaum mehr einen zusammenhängenden Satz heraus. Nun eilt er in Stockholm von Sieg zu Sieg, die Journalisten hängen ihm an den Lippen, und er wirkt so souverän wie nie. Zuweilen entwischt ihm sogar ein Scherz. «Ich habe den Spielern gesagt, sie müssten vor dem Halbfinal exakt das Gleiche tun wie vor dem Viertelfinal», witzelte er gestern. «Wer shoppen war, muss also wieder shoppen gehen. Wer spazierte, muss spazieren.»

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