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Del Curto: «Wir sind selber schuld»

Wie 2013 scheitert der HC Davos im Spengler-Cup-Halbfinal an einem KHL-Team. Diesmal unterliegen die Bündner gegen Salawat Julajew Ufa mit 3:4 nach Penaltys.

Die Entscheidung: Teemu Hartikainen bezwingt im Shootout HCD-Goalie Leonardo Genoni.
Die Entscheidung: Teemu Hartikainen bezwingt im Shootout HCD-Goalie Leonardo Genoni.
Keystone
Dabei beginnt die Partie für die Davoser perfekt: Nicklas Danielsson und Marcus Paulsson (Bild) bringen die Gastgeber nach einer starken Startphase mit 2:0 in Führung.
Dabei beginnt die Partie für die Davoser perfekt: Nicklas Danielsson und Marcus Paulsson (Bild) bringen die Gastgeber nach einer starken Startphase mit 2:0 in Führung.
Keystone
Trainer Arno Del Curto bemängelt nach dem spannenden Duell die Selbstzufriedenheit seiner Schützlinge nach dem ersten Drittel. «Wir sind selber schuld», sagt der Headcoach und Sportchef des HCD.
Trainer Arno Del Curto bemängelt nach dem spannenden Duell die Selbstzufriedenheit seiner Schützlinge nach dem ersten Drittel. «Wir sind selber schuld», sagt der Headcoach und Sportchef des HCD.
Keystone
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Es ist ein ein Déja-Vu für den Turniergastgeber: Bereits im letzten Jahr war der HC Davos im Halbfinal trotz zwischenzeitlicher Führung an einer russischen Mannschaft gescheitert. Damals unterlagen die Bündner ZSKA Moskau 4:5 nach Penaltyschiessen. Diesmal bedeutete Salawat Julajew Ufa Endstation. Als einziger Spieler war Ufas Finne Teemu Hartikainen im Shootout erfolgreich. Damit steht zum siebten Mal seit 2007 ein Vertreter aus der KHL im Endspiel des Spengler-Cups.

Dabei war der HCD optimal in die Partie gestartet und lag nach einem furiosen Startdrittel 2:0 in Führung. Die Schweden Nicklas Danielsson und Marcus Paulsson waren die Torschützen. Doch die Russen liessen sich nicht unterkriegen und verkürzten im zweiten Drittel auf 1:2. Alexander Pankow (28.) bezwang HCD-Goalie Leonardo Genoni mit einem satten Schuss aus dem Slot. Der Gastgeber hatte im Mittelabschnitt durch Beat Forster erneut die Möglichkeit, den alten Zwei-Tore-Abstand wieder herzustellen, doch der Verteidiger traf nur den Pfosten.

Del Curtos und Ambühls Kritik

Im Schlussabschnitt schenkten sich die beiden Teams nichts. Gleich nach Wiederbeginn gelang dem hoch talentierten Anton Slepyschjew der Ausgleich. Nach überstandener doppelter Unterzahl ging Ufa nach 50 Minuten durch einen Treffer von Denis Chlystow erstmals in Führung. Nachdem sich Ufas Slepyschjew mit HCD-Verteidiger Félicien Du Bois einen Faustkampf geliefert hatte, durften die Davoser erneut in Überzahl antreten. Diesmal machten es die Bündner besser und Danielsson, der in der NLA für die Rapperswil-Jona Lakers auf Torejagd geht, gelang der erneute Ausgleich.

Nach dem hochklassigen Duell meinte Arno Del Curto gegenüber SRF: «Wir sind selber schuld, dass wir nicht im Final stehen. Wir haben das Spiel nach einem guten ersten Drittel nicht durchgezogen.» Der HCD-Trainer kritisierte unter anderem die Selbstzufriedenheit, die nach dem 2:0-Vorsprung eingekehrt sei. Andres Ambühl, wie immer willig und läuferisch stark, aber im Abschluss glücklos, erklärte: «Es ist schade und erinnert mich an das letzte Jahr. Aber wir haben das Spiel aus der Hand gegeben und zu viele Strafen genommen. Danach haben wir den Faden verloren.»

1. Halbfinal: Davos - Salawat Ufa 3:4 (2:0, 0:1, 1:2, 0:0) n.P. 6300 Zuschauer (ausverkauft). - SR Nicholson (Ka)/Wiegand, Fluri/Tscherrig. - Tore: 5. Danielsson (Persson) 1:0. 14. Paulsson (Lindgren/Ausschluss Lekomsew) 2:0. 28. Pankow (Kaigorodow) 2:1. 42. Slepyschjew (Kaigorodow/Ausschlüsse Marc Wieser, Dino Wieser; Tolpeko) 2:2. 50. Chlystow (Golowanow, Subarjew) 2:3. 53. Danielsson (Axelsson, Persson/Ausschluss Slepyschjew) 3:3. - Penaltyschiessen: Kaigorodow -, Koistinen; Hartikainen 0:1, Paulsson -; Golowanow -, Danielsson -. - Strafen: 7mal 2 plus 5 Minuten (Du Bois) plus Spieldauer (Du Bois) gegen den HCD, 8mal 2 plus 5 Minuten (Slepyschjew) plus Spieldauer (Slepyschjew) gegen Salawat. Davos: Genoni; Du Bois, Reto von Arx; Schneeberger, Forster; Fransson, Koistinen; Guerra, Paschoud; Ambühl, Corvi, Dino Wieser; Lindgren, Paulsson, Marc Wieser; Axelsson, Persson, Danielsson; Simion, Walser, Hofmann. Salawat Ufa: Irving; Heikkinen, Kulda; Wasilewski, Kutusow; Subarjew, Wischnewski; Lekomsew; Hartikainen, Gluchow, Slepyschjew; Golowanow, Chlystow; Dubrowski; Skatschkow, Kaigorodow, Pihlström; Semin, Mereskin, Tolpeko; Pankow. Bemerkungen: HCD ohne Kindschi, Aeschlimann, Senn (alle U20-WM), Camperchioli, Jan von Arx, Sciaroni, Jörg, Ryser (alle überzählig), Jung (nicht im Aufgebot), Ufa ohne Stepanow, Gareyew (beide überzählig). Pfostenschüsse: Corvi (16.), Forster (40.). 50. Timeout von Davos.

(si)

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