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Zug gewinnt gegen HCD, ZSC verliert

Im Spitzenkampf siegt der Tabellenerste gegen Davos 4:2. Zürich verliert gegen Fribourg 1:2 nach Verlängerung.

red
ZSC Lions - Fribourg-Gottéron 1:2 n.V.Gottérons Goalie Ludovic Waeber zeigte gegen seinen zukünftigen Arbeitgeber eine starkte Partie und brachte die Lions immer wieder zur Verzweiflung, auch in der Verlängerung.
ZSC Lions - Fribourg-Gottéron 1:2 n.V.Gottérons Goalie Ludovic Waeber zeigte gegen seinen zukünftigen Arbeitgeber eine starkte Partie und brachte die Lions immer wieder zur Verzweiflung, auch in der Verlängerung.
Ennio Leanza, Keystone
Genf-Servette - Lausanne 0:3Erstmals schaffen es die Lausanner in dieser Saison, ein Leman-Derby für sich zu entscheiden. Dank des Siegs liegen sie neu auf dem fünften Rang und entfernen sich immer mehr vom Strich.
Genf-Servette - Lausanne 0:3Erstmals schaffen es die Lausanner in dieser Saison, ein Leman-Derby für sich zu entscheiden. Dank des Siegs liegen sie neu auf dem fünften Rang und entfernen sich immer mehr vom Strich.
Martial Trezzini, Keystone
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Mit einem 4:2-Auswärtssieg gegen Davos festigt der EV Zug seine Tabellenführung. Die Bündner gingen entgegen dem Spielverlauf durch Fabrice Herzog, der beim HCD immer besser in Fahrt kommt, in Führung. Der EVZ konnte diesen Makel durch einen Überzahl-Treffer von Erik Thorell aber rasch wieder korrigieren. Mehr oder weniger aus heiterem Himmel kam dann auch der neuerliche Davoser Führungstreffer zum 2:1 durch Andres Ambühl in der 32. Minute, schien doch Zug das Geschehen im Griff zu haben. Das perfekte Zuspiel lieferte wie schon beim ersten Treffer des Rekordmeisters Enzo Corvi. Doch der EVZ konnte auch diesen Nackenschlag wegstecken. Captain Raphael Diaz nahm das Heft in die Hand und erwischte HCD-Keeper Joren van Pottelberghe bei seinem zehnten Saisontreffer in der nahen Ecke.

Der Spitzenkampf blieb somit eine spannende und ausgeglichene Angelegenheit. Schliesslich hatte es der Leader einem Energieanfall von Oscar Lindberg zu verdanken, dass er auf die Siegesstrasse einbiegen konnte. Von HCD-Verteidiger Lorenz Kienzle angegangen, verhielt sich der Schwede so, als wäre sein Gegenspieler Luft und brachte den Puck anschliessend mit einem herrlichen Schuss auch noch im Netz unter. Es war die Szene, die das Spiel entschied. Zug landete einen verdienten Sieg. Yannick Zehnders Treffer zum 4:2 war dann noch eine Zugabe. (mal)

Gottérons unverhoffter Streich in Zürich

Fribourg verpasst den Sprung auf einen Playoff-Platz zwar. Aber Gottéron gewinnt bei den ZSC Lions mit 2:1 nach Verlängerung, verdrängt Bern auf Rang 10 und sorgt für einen noch engeren Strichkampf. Was den Gästen egal sein kann: Es ist ein Sieg gegen alle Logik, sowohl im Schlussdrittel als auch in der Overtime stehen die Lions dem Sieg deutlich näher. Sie scheitern aber regelmässig an ihrem künftigen Ersatzgoalie (Ludovic Waeber wechselt nächste Saison nach Zürich), an der Torumrandung oder an ihrem schlecht eingestellten Visier.

Lange Zeit ist es sowohl für den Anhang des Heimteams als auch für die Handvoll angereisten Gottéron-Fans ein Geduldspiel. Für die sich mitten im Strichkampf befindenden Freiburger bietet das Spiel lange Zeit eine gute Gelegenheit, bei einem der Top-4-Teams Punkte zu holen, die nicht unbedingt budgetiert werden können. Denn die Lions lassen zunächst oft die letzte Überzeugung im Angriff vermissen. Chris Baltisberger krönt zwar die gute Startphase des ZSC mit dem 1:0 nach sieben Minuten. Doch danach begnügt sich das Heimteam mit der Kontrolle des Spiels, daran ändert auch der Ausgleich Matthias Rossis im Powerplay nichts (17.)

Nach einem Mitteldrittel, das dahinplätschert, ergreifen die Lions die Initiative, es ist nun phasenweise Einbahn-Hockey Richtung Waeber zu sehen. Doch Gottéron rettet sich zunächst in die Overtime und kommt dort gar zum unverhofften Sieg, als Zach Boychuk einen schlechten fliegenden ZSC-Wechsel eiskalt zum Konter und Tor nützt. (kk)

Rappi ist Ambris Albtraum im Strichkampf

Der HC Ambri-Piotta hat durch eine 2:3-Niederlage nach Penaltyschiessen bei den Rapperswil-Jona Lakers einen Rückschlag im Kampf um einen Playoff-Platz hinnehmen müssen. Die Leventiner haben damit im Januar insgesamt schon fünf Punkte gegen den Tabellenletzten abgegeben. Hätten sie diese auf ihrem Konto, lägen sie nun über dem Strich.

Im Shootout trafen Andrew Rowe und Daniel Kristo für Rapperswil-Jona, während für Ambri nur Matt D’Agostini erfolgreich war. Die Tessiner konnten von Glück sagen, dass sie es überhaupt ins Penaltyschiessen geschafft hatten. Bis zur 58. Minute lagen sie 0:2 zurück, ehe ein Doppelschlag von Dominic Zwerger sie in extremis noch in die Verlängerung rettete: Der 23-Jährige traf kurz vor Schluss innerhalb von 76 Sekunden zweimal und glich zum 2:2 aus. Zuvor rannte Ambri lange vergeblich an: Die Mannschaft von Luca Cereda schoss doppelt so häufig aufs Tor wie die Lakers (39:18), doch bis zur Zwerger-Erlösung brachte sie kein Tor zustande. Die Lakers, die oftmals mit Kontern agierten, hatten bereits im Startdrittel auf 2:0 gestellt. Erst traf Daniel Kristo aus kurzer Distanz (7.), ehe Jurai Simek mit einem kuriosen Oberkörper-Treffer erhöhte. (lai)

Lausanne gewinnt im 5. Anlauf

Der Lausanne HC hat diese Saison bisher viermal gegen Servette gespielt und viermal verloren. Nun konnten sie im fünften Duell das Ruder herumreissen: Die Waadtländer gewannen 3:0 und entfernten sich damit weiter vom Strich. Neu liegt Lausanne direkt hinter Servette auf Rang 5.

Dustin Jeffrey (9.) mit seinem zehnten Saisontor und Robin Leone (16.) ebneten dem Gast im Startdrittel den Weg zum Sieg. Die Genfer drückten anschliessend zwar vehement und wiederholt auf den Anschlusstreffer. Sie brachten aber trotz einem Torschussverhältnis von 38:11 einfach kein Puck an Lausanne-Goalie Tobias Stephan vorbei. Im Gegenteil: Kurz vor Schluss (59.) erhöhte Cody Almond mit einem Empty-Netter auf 3:0. (lai)

Telegramme:

Davos - Zug 2:4 (1:1, 1:1, 0:2)

4524 Zuschauer. - SR DiPietro/Wiegand, Altmann/Kovacs.–Tore: 11. Herzog (Corvi, Guerra) 1:0. 14. Thorell (Alatalo, Simion/Ausschluss Lindgren) 1:1. 32. Ambühl (Herzog, Corvi) 2:1. 38. Diaz (Matschini, Albrecht) 2:2. 42. Lindberg (Thorell, Martschini) 2:3. 53. Zehnder (Alatalo, Zgraggen) 2:4. - Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Davos, 4mal 2 Minuten gegen Zug. - PostFinance-Topskorer: Lindgren; Hofmann.

Davos:van Pottelberghe; Du Bois, Jung; Nygren, Guerra; Kienzle, Stoop; Frehner, Buchli; Herzog, Corvi, Ambühl; Palushaj, Baumgartner, Tedenby; Marc Wieser, Lindgren, Hischier; Kessler, Marc Aeschlimann, Meyer.

Zug: Genoni; Diaz, Morant; Alatalo, Zgraggen; Schlumpf, Geisser; Thiry, Stadler; Klingberg, Kovar, Hofmann; Martschini, Lindberg, Thorell; Simion, Senteler, Bachofner; Leuenberger, Albrecht, Zehnder.

Bemerkungen: Davos ohne Bader, Paschoud und Dino Wieser, Zug ohne Schnyder (alle verletzt).

ZSC Lions - Fribourg-Gottéron 1:2 (1:1, 0:0, 0:0, 0:1) n.V.

8926 Zuschauer. - SR Lemelin/Urban; Obwegeser/Cattaneo.–Tore: 8. Chris Baltisberger (Roe, Suter) 1:0. 17. Rossi (Sprunger/Ausschluss Diem) 1:1. 64. Boychuk (Stalder) 1:2.–Strafen: 3mal 2 Minuten gegen die ZSC Lions, 4mal 2 Minuten gegen Fribourg-Gottéron. - PostFinance-Topskorer: Roe; Mottet.

ZSC Lions: Ortio; Noreau, Christian Marti; Phil Baltisberger, Geering; Trutmann, Berni; Meier; Chris Baltisberger, Roe, Pius Suter; Bodenmann, Diem, Hollenstein; Brüschweiler, Krüger, Pedretti; Simic, Schäppi, Sigrist; Kay Suter.

Fribourg-Gottéron: Waeber; Abplanalp, Aurélien Marti; Kamerzin, Stalder; Gunderson, Chavaillaz; Brodin, Schmid, Stalberg; Sprunger, Boychuk, Mottet; Rossi, Walser, Marchon; Lauper, Schmutz, Vauclair; Lhotak.

Bemerkungen: ZSC Lions ohne Pettersson (überzähliger Ausländer), Prassl (krank), Blindenbacher, Flüeler und Wick. Fribourg-Gottéron ohne Bykow, Desharnais, Furrer (alle verletzt) und Berra (krank). - 52. Pfostenschuss Pius Suter. - Timeout ZSC (58:53).

Rapperswil-Jona Lakers - Ambri-Piotta 3:2 (2:0, 0:0, 0:2, 0:0) n.P.

3722 Zuschauer. - SR Hebeisen/Vikman (FIN), Fuchs/Wolf.–Tore: 7. Kristo (Dünner) 1:0. 16. Simek (Clark, Profico/Ausschluss Fora) 2:0. 59. (58:01) Zwerger (Fora/Ausschluss Clark) 2:1 (ohne Goalie). 60. (59:17) Zwerger 2:2 (ohne Goalie).–Penaltyschiessen: D'Agostini 0:1, Casutt -; Flynn -, Rowe 1:1; Müller -, Kristo 2:1, Zwerger, Simek-; Fora -. Strafen: 6mal 2 Minuten gegen die Rapperswil-Jona Lakers, 3mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta. - PostFinance-Topskorer: Cervenka; D'Agostini.

Rapperswil-Jona Lakers: Nyffeler; Vukovic, Dufner; Profico, Schneeberger; Hächler, Maier; Schmuckli; Mosimann, Ness, Schlagenhauf; Clark, Rowe, Cervenka; Kristo, Dünner, Simek; Eggenberger, Wetter, Casutt; Forrer.

Ambri-Piotta:Manzato/Conz (ab 21.); Ngoy, Jelovac; Plastino, Fischer; Fora, Dotti; Fohrler; Müller, Novotny, Zwerger; Trisconi, Flynn, D'Agostini; Incir, Goi, Bianchi; Neuenschwander, Dal Pian, Hinterkircher; Mazzolini.

Bemerkungen: Rapperswil-Jona Lakers ohne Egli (krank), Hüsler, Randegger und Schweri. Ambri-Piotta ohne Rohrbach, Kneubühler, Kostner, Pinana, Upshall, Hofer (alle verletzt) und Sabolic (überzähliger Ausländer). - Timeout Ambri (55.). Ambri von 57:34 bis 58:01 und von 58:59 bis 59:17 ohne Goalie.

Genève-Servette - Lausanne 0:3 (0:2, 0:0, 0:1)

7135 Zuschauer (ausverkauft). - SR Fluri/Stricker, Gnemmi/Progin.–Tore: 9. Jeffrey (Vermin) 0:1. 16. Leone (Jooris) 0:2. 58. Almond 0:3 (ins leere Tor).–Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Genève-Servette, 5mal 2 Minuten gegen Lausanne. - PostFinance-Topskorer: Wingels; Bertschy.

Genève-Servette: Mayer; Karrer, Maurer; Jacquemet, Tömmernes; Le Coultre, Kast; Smons; Miranda, Fehr, Winnik; Bozon, Richard, Rod; Wingels, Smirnovs, Patry; Wick, Berthon, Douay; Maillard.

Lausanne: Stephan; Grossmann, Genazzi; Heldner, Holm, Lindbohm, Frick; Nodari, Oejdemark; Bertschy, Jooris, Leone; Antonietti, Jeffrey, Vermin; Moy, Almond, Herren; Traber, Froidevaux, Roberts.

Bemerkungen: Genève-Servette ohne Fritsche, Mercier, Riat und Völlmin (alle verletzt), Lausanne ohne Emmerton und Kenins (beide verletzt). - Pfostenschüsse: Winnik (15.), Fehr (23.), Rod (29.).

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