Zum Hauptinhalt springen

Brunner erhält keine Freigabe vom EVZ

Rückschlag für das Schweizer Eishockey-Nationalteam: Mit Damien Brunner fällt einer der torgefährlichsten und schnellsten Stürmer für die WM in der Slowakei (29. April bis 15. Mai) aus.

Der Arbeitgeber stellt sich quer: Damien Brunner erhält keine Freigabe vom EVZ für die A-WM.
Der Arbeitgeber stellt sich quer: Damien Brunner erhält keine Freigabe vom EVZ für die A-WM.
Keystone

Daneben mussten auch Andrej Bykow, Kevin Romy und Sandy Jeannin verletzungsbedingt forfait erklären. Neu zur Mannschaft stösst diese Woche dagegen Paolo Duca von Ambri-Piotta. Damit umfasst die Mannschaft für das dritte WM-Vorbereitungscamp 25 Spieler (3 Torhüter, 9 Verteidiger und 13 Stürmer). Das Schweizer Nationalteam reist heute (Mittwoch) nach Tschechien, wo es am Freitag und Samstag in Litvinov zwei Testspiele gegen den Weltmeister bestreitet.

Brunner hatte auf Initiative des Schweizer Verbandes sein verletztes Syndemoseband in den letzten Tagen in Minnesota (USA) einer Spezialtherapie unterzogen. Die Behandlung war erfolgreich - und trotzdem legte der EVZ sein Veto ein. «Mit der Therapie wurde zwar eine Verbesserung der Symptome erzielt, allerdings ist die Verletzung noch nicht ausgeheilt. Eine MRI-Untersuchung hat ergeben, dass der Riss noch immer deutlich sichtbar ist», schrieben die Innerschweizer in einem Communiqué. Gemeinsam mit dem Arzt des Nationalteams sei entschieden worden, Brunner nicht für die WM freizugeben.

Zwist mit dem Verband

Diese Ansicht teilen die Ärzte in Minnesota und die Verantwortlichen von Swiss Ice Hockey aber scheinbar nicht. Brunner habe schmerzfrei trainieren können und der EVZ habe die Freigabe verweigert, so die Mitteilung des Verbandes. Die Ärzte der Nati jedenfalls konnten sich selbst kein Bild vom Gesundheitszustand Brunners machen, hiess es auf Nachfrage beim Verband.

Ob sich die Ärzte einig sind oder nicht, Brunner wird dem Schweizer Nationalteam in der Slowakei auf jeden Fall fehlen. Der 25-Jährige hatte zuletzt nicht nur in der NLA (in dieser Saison 54 Skorerpunkte in 48 Partien), sondern auch auf internationaler Ebene (15 Punkte in 18 Länderspielen) seine Torgefährlichkeit bewiesen. Bei seinem WM-Debüt vor einem Jahr in Deutschland hatte er zusammen mit Thibaut Monnet und Andres Ambühl die torgefährlichste Schweizer Sturmlinie gebildet. Die Syndemose- und eine mittlerweile ausgeheilte Nasenverletzung hatte sich Brunner im zweiten Spiel des Playoff-Halbfinals gegen Davos zugezogen.

Noch weitere Fragezeichen

Bykow (Hirnerschütterung) und Romy (Schulterverletzung) hatten bereits die beiden Partien am Wochenende gegen Russland verpasst und mussten für die WM nun ebenfalls forfait erklären. Jeannin ist gemäss Communiqué des Verbandes «körperlich angeschlagen», was weitere Einsätze in dieser Saison verunmögliche. Am Dienstag noch offen war, ob Paul Savary nach Tschechien mitreisen kann. Der Stürmer von Genève-Servette kämpft mit Leistenproblemen.

Natürlich sind die Spieler der Playoff-Finalisten Davos und Kloten nicht dabei. Allerdings: Allzuviele werden es ohnehin nicht sein. Immerhin rechnet man mit Goalie Leonardo Genoni sowie den Verteidigern Félicien DuBois und Patrick von Gunten. Letzterer hat aber gravierende Probleme im Oberkörper.

si/fal

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch