Brandis nahe am Ziel

Brandis hat auch das zweite Finalspiel in Thun 2:1 gewonnen und führt in der Best-of-5-Serie 2:0. Die Emmentaler nützten die einzige Strafe im Schlussdrittel zum Siegtreffer aus.

Gestoppt: Renato Schütz (Brandis, links) und David Malicek bringen Fabian Boss (Thun) ins Straucheln.<p class='credit'>(Bild: Markus Grunder)</p>

Gestoppt: Renato Schütz (Brandis, links) und David Malicek bringen Fabian Boss (Thun) ins Straucheln.

(Bild: Markus Grunder)

Brandis und Thun sind Mannschaften, die den Erfolg vorab mit spielerischen Mitteln suchen. Wählen sie die defensivere Variante ihrer Spielanlage, kommt ein Drittel wie das erste im Grabengut zustande. Playoff-typisch war das Geschehen nicht unbedingt. Beide Teams suchten zwar durchaus den Weg Richtung gegnerisches Tor, waren jedoch stets darauf bedacht, keinen Konter zuzulassen. Die Verteidiger gingen nur selten Risiko ein.

Brandis war erst die bessere Mannschaft, im Laufe des erstes Abschnitts schlug das Pendel Richtung Thun aus.Es dauerte jedoch einige Zeit, bis mehr Offensivaktionen zu verzeichnen waren. Die taktische Zurückhaltung wich im zweiten Spielabschnitt langsam dem Willen, einen Treffer zu erzielen.

Die Gastgeber wirkten dabei entschlossener und wurden dafür belohnt. Manuel Neff erzielte in der 31. Minute das 1:0 für Thun. Kurzzeitig schienen die Oberländer ein wenig die Kontrolle über das Spiel zu bekommen. Nur fünf Minuten später aber glich Patric Buri für die Gäste aus.

Der Treffer schien für Thuns Torhüter Stephan Küenzi haltbar, Es war der einzige Fehler des ehemaligen Adelbodners, der für das zweite Finalspiel anstelle von Gregory Steiner das Vertrauen von Trainer Christoph Schenk erhalten hatte.

Einzige Strafe entschied

Die Entscheidung in einem ausgeglichenen Spiel fiel schliesslich in der 52. Minute. Beide Mannschaften hatten zuvor ihre Gelegenheiten gehabt, eine Verlängerung wäre durchaus eine logische Folge des Spielgeschehens gewesen. Der Thuner Nicolas Steiner musste wegen Stockschlags die Strafbank aufsuchen; es war der einzige Ausschluss im letzten Spielabschnitt überhaupt.

Das Powerplay der Gäste funktionierte in diesem Moment gut. Nach etwas weniger als einer Minute erzielte Renato Schütz den 2:1-Siegtreffer. Die Effizienz, die Brandis da an den Tag legte, ging später den Gastgebern ab. Manuel Neff zog alleine auf Torhüter Michael Kaufmann los; scheiterte aber. Und in der letzten Druckphase, am Ende auch 45 Sekunden ohne Torhüter, resultierte bloss ein Aussenpfostenschuss statt des Ausgleichstreffers.

Ehrgeiziger Präsident

Ein Sieg fehlt Brandis um das Ziel, einen Titel zu holen, zu erreichen. Unter Präsident Heinz Krähenbühl trat der einstige Mittelfeldklub den Weg an die Spitze an; der erhoffte Erfolg könnte nun eintreten. Im Gegensatz zur letzten Saison, als Thun die ersten beiden Spiele gewann, befindet sich diesmal der Favorit aus dem Emmental mit 2:0 Siegen in Führung. Den ersten Matchpuck hat Brandis bereits morgen in Hasle.

Berner Zeitung

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