Brandis jubelt, Saisonende für Thun

Der EHC Brandis sichert sich mit einem 4:3-Auswärtssieg in Spiel 4 des Playoff-Finals gegen den EHC Thun erstmals in seiner Vereinsgeschichte den Titel eines Regionalmeisters.

Brandis-Captain Ralph Prinz stemmt die Trophäe, den Thunern bleibt im eigenen Stadion nur die Zuschauerrolle im Hintergrund.

Brandis-Captain Ralph Prinz stemmt die Trophäe, den Thunern bleibt im eigenen Stadion nur die Zuschauerrolle im Hintergrund.

(Bild: Markus Grunder)

Im Thuner Grabengut erlebten 1185 Fans auch im vierten Finalduell der beiden besten Teams der Qualifikation eine tempostarke, spannende und attraktive Partie mit dem glücklichen, aber nicht unverdienten Sieger Brandis. Die Thuner, als Titelverteidiger in diese Finalissima gegangen, enttäuschten trotz der knappen 3:4-Niederlage in keiner Phase, holten im Schlussdrittel mit ihrer grossen Kampfbereitschaft einen Zwei-Tore-Rückstand auf.

Doch schliesslich gelang Renato Schütz in der 50. Minute für die Emmentaler doch noch der Siegestreffer. Dass sich Brandis am Ende mit einem 3:1 in der Serie den Titel sichern konnte, geht in Ordnung. Thun war in diesen sehr ausgeglichenen Duellen nicht die schlechtere, aber in der Offensive die weniger effiziente Mannschaft.

Objektiver Thuner Trainer

«Ich bin mit dem Verlauf der Saison trotz allem zufrieden. Nach einem etwas harzigen Start in die Qualifikation haben wir uns als Kollektiv aufgefangen und das primäre Ziel, die Qualifikation für die neue Swiss Regio League, souverän geschafft», zog Thuns Cheftrainer Christoph Schenk nach der entscheidenden Niederlage Bilanz.

Schenk will mit den Berner Oberländern seine dritte Saison im kommenden Spätherbst mit einem weitgehend unveränderten Kader in Angriff nehmen. Brandis, als Qualifikationssieger mit 17 Punkten Vorsprung auf den Tabellenzweiten Thun in die Playoffs gegangen, hat sich den ersten Regionalmeistertitel in der Vereinsgeschichte zweifellos verdient.

Alle Serien 3:1 gewonnen

In drei Serien haben sich die Emmentaler gegen Bellinzona, Zuchwil Regio und nun den EHC Thun jeweils mit 3:1-Siegen durchgesetzt. Ausgeglichen in der Offensive, aber besonders stark auf der Torhüterposition, das sind die besten Trümpfe des aktuellen Kaders. Michael Kaufmann, der statistisch beste Keeper der Qualifikation (1,33 Gegentore pro Spiel), wurde in zehn von zwölf Playoff-Partien eingesetzt und bewies sich als sehr grosser Rückhalt für sein Team.

Der 30-Jährige wird Brandis Ende Saison Richtung SC Lyss verlassen, da er aus beruflichen Gründen die zeitliche Mehrbelastung in der neu geschaffenen Swiss Regio League nicht aufbringen kann. «Wir haben auch mit Lukas Gasser noch einen sehr guten Torhüter, werden uns aber auf die Suche nach einem weiteren Keeper machen», sagte Andreas Beutler, der die Emmentaler in seinem dritten Jahr als Cheftrainer nach der 2:3-Finalniederlage gegen Thun im letzten Frühjahr nun zum Titel geführt hat.

«Dieser Erfolg ist das Tüpfelchen auf dem i für eine in allen Belangen gelungene Saison. Wir haben heute ein Kapitel Vereinsgeschichte geschrieben», freute sich Brandis-Sportchef Christian Baumgartner im Thuner ­Grabengut.

Für den neuen Regionalmeister geht es nun in die Finalspiele um den Titel eines Amateur-Schweizer-Meisters. Gegner werden Sion-Nendaz (Meister Westschweiz) und Frauenfeld (Ostschweiz) sein.

Berner Zeitung

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