Brandis gibt den Vorteil aus der Hand

Brandis verliert im Playoff-Final der Swiss Regio League gegen Dübendorf 3:4. Damit geben die Emmentaler den erarbeiteten Vorteil wieder preis. Die Best-of-5-Serie steht nun 1:1.

Ausgerutscht: Brandis Florian Lüthi (rechts) gegen Dübendorfs Marco Suter.

Ausgerutscht: Brandis Florian Lüthi (rechts) gegen Dübendorfs Marco Suter. Bild: Marcel Bieri

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Brandis konnte den 6:3-Auswärtserfolg vom Samstag zum Auftakt der Finalserie nicht bestätigen. Da hatten die Emmentaler nach 40 Minuten bereits 4:1 geführt. Dübendorfs Goalie Remo Trüb hatte danach seinem Ersatzmann Platz machen müssen. Gestern kehrte der frühere Schweizer U-20-Nationaltorhüter zwischen die Pfosten zurück und avancierte zum Matchwinner. Trüb behielt auch in den heikelsten Momenten den Durchblick und parierte souverän.

Dafür musste diesmal Brandis-Goalie Sven Witschi nach zwei Dritteln und einem 0:4-Rückstand seinen Posten Lukas Gasser überlassen. Dieser liess sich in der Folge nicht bezwingen.

Zwei Kontertore

Dübendorf hatte im Startdrittel ein Chancenplus, führte verdient mit 1:0. Im mittleren Abschnitt legten die Gastgeber, die von ­Hasle nach Huttwil ausweichen mussten, aber zu. Doch an Trüb fanden sie keinen Weg vorbei. Der 27-Jährige liess die Brandis-Angreifer reihenweise verzweifeln. Michael Gurtner, Sandro Hain, Roman Messerli, Marco und Patrick Meyer, Florian Lüthi oder auch Captain Janick Holzer – die Aufzählung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit – gehörten zu den Sündern.

Und weil das Team von Andreas Beutler zweimal unmittelbar nach einer verpassten Chance einen schnellen Konter zulassen musste, stand es plötzlich 0:3. Kurz vor der zweiten Pause gelang dem Zürcher Joshua Theodoridis mit seinem zweiten Treffer die Entscheidung. Wie schon am Samstag Dübendorf vermochte diesmal auch Brandis auf den deutlichen Rückstand nach 40 Minuten nicht mehr entscheidend zu reagieren.

Zweites Break nötig

Patric Buri gelang zwar der schnelle Anschlusstreffer, aber dann dauerte es zu lange, bis die weiteren Tore fielen. Das 2:4 wurde 105 und das 3:4 erst 12 Sekunden vor Schluss erzielt.

Spiel 3 findet am Freitag in Dübendorf statt. Brandis braucht ein erneutes Break, will es nach dem letztjährigen Zentralmeistertitel nun auch in der neuen Swiss Regio League triumphieren. Dass ein Auswärtssieg nicht unmöglich ist, beweist ein Blick auf die Statistik. Schon den ein­zigen Sieg in der Qualifikation gegen die Zürcher (drei Niederlagen) hatte Brandis auswärts errungen. Aber um erneut zu reüssieren, müssen die Berner das Bollwerk Trüb früher überwinden können. (Berner Zeitung)

Erstellt: 21.03.2018, 06:45 Uhr

Telegramm

Brandis - Dübendorf3:4 (0:1, 0:3, 3:0)
1163 Zuschauer. – Tore: 3. Suter 0:1. 27. Theodoridis (Widmer, Frei) 0:2. 36. Schumann (Bührer, Roth) 0:3. 40 (39:07) Theodoridis (Frei) 0:4. 42. Buri (Ausschlüsse Hain; Röthlisberger) 1:4. 59. Seematter (Blaser, Nägeli /Ausschluss Widmer) 2:4. 60. (50:48) Nägeli (P. Meyer) 3:4.

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