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Brandis erwägt Umzug

Brandis hat gegen Neuenburg 4:3 gewonnen und damit ein Abrutschen in den Strichkampf verhindert. Vielleicht spielen die Emmentaler schon bald nicht mehr in Hasle.

Manuel Schaad (links) und Patric Buri bejubeln einen Treffer von Brandis gegen Neuenburg.
Manuel Schaad (links) und Patric Buri bejubeln einen Treffer von Brandis gegen Neuenburg.
Marcel Bieri

Seit 2011 wird in Huttwil nicht mehr Eishockey gespielt. In diesem Jahr verweigerte der Schweizer Verband den Huttwil Falcons wegen formeller Fehler den Aufstieg in die NLB. Markus Bösiger, der Besitzer des Huttwiler Sportzentrums, schloss darauf die Halle, die Falcons waren Geschichte. Seit November 2016 wird wieder Eis produziert; ab der Saison 2018/2019 könnte in Huttwil wieder Eishockey auf höchster Amateurstufe gespielt werden.

Heinz Krähenbühl war 2011 Präsident der Huttwil Falcons. Ein Jahr später stieg der heute 52-jährige Unternehmer als CEO und Hauptgeldgeber bei der ersten Mannschaft des EHC Brandis ein, die seither als autonome Einheit innerhalb des Vereins geführt wird. Die Heimspiele tragen die Emmentaler in der Sporthalle Brünnli in Hasle-Rüegsau aus, die von der Infrastruktur her nur bescheidene Möglichkeiten bietet.

Auch ist der Zuschauerzuspruch in der Swiss Regio League ziemlich bescheiden; am Samstag verfolgten lediglich 168 Personen die Partie gegen Neuenburg. Krähenbühl möchte die Heimpartien in einem anderen Rahmen als bis jetzt stattfinden lassen, die grössere Arena in Huttwil scheint ihm geeignet dafür. «Ich möchte den Sponsoren bessere Möglichkeiten bieten, sich präsentieren zu können. Zudem hoffe ich, in Huttwil mehr Zuschauer an die Spiele bringen zu können.»

«Ich möchte den Sponsoren bessere Möglichkeiten bieten, sich präsentieren zu können.»

CEO Heinz Krähenbühl

Den Entscheid will der CEO der Emmentaler am 26. Januar fällen. Zwei Bedingungen müssen aus Sicht von Krähenbühl erfüllt sein, damit der Spielbetrieb nach Huttwil verlegt werden kann. Einerseits muss eine Zusicherung vorliegen, dass nicht innert kurzer Zeit wieder kein Eis mehr zur Verfügung steht.

«Und die Wirtschaftlichkeit muss gewährleistet werden, die Konditionen, zu denen wir das Eis erhalten, müssen für uns stimmen.» Die Verhandlungen zwischen den Betreibern des Campus Perspektiven, wie das Huttwiler Sportzentrum mittlerweile genannt wird, und Krähenbühl sind derzeit im Gang.

Eis kann vermietet werden

Bei der Brünnli AG, die die Eishalle in Hasle betreibt, betrachtet man Krähenbühls Pläne von zwei Seiten. «Vom sportlichen Standpunkt her würde ein Weggang schmerzen», sagt Verwaltungsratspräsident Walter Wüthrich. «Finanziell hingegen fahren wir ohne die erste Mannschaft hier nicht schlechter.»

Auch bei geringen Zuschauerzahlen fällt Aufwand für Personal, etwa in der Gastronomie, an. Dieser könnte reduziert werden. Das Eis, das derzeit die erste Mannschaft beansprucht, könnte problemlos anderweitig vermietet werden. Es besteht eine Warteliste; der Nachwuchs und die Frauen möchten gerne mehr Trainings in Hasle durchführen.

Ein erknorzter Sieg

Am Samstag gewann Brandis beim 4:3 gegen den Tabellenletzten Neuenburg nach vier Niederlagen wieder einmal ein Spiel und verhinderte so ein Abrutschen in den Strichkampf.

Die Emmen­taler taten sich erneut schwer, schafften aber im letzten Drittel noch die Wende. Sven Nägeli erzielte in der 59. Minute das Siegtor für Brandis. «Das Wichtigste sind die drei Punkte», sagte Nä­geli.

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