EHC Biel: Alles im Griff

Der EHC Biel ist in der laufenden Meisterschaft weiterhin zu stark für Ambri-Piotta. Die Seeländer gewinnen zu Hause mit 3:1.

Bieler Jubel: Mit 3:1 schicken sie im 1. Playoffspiel den Gast aus Ambri nach Hause.

Bieler Jubel: Mit 3:1 schicken sie im 1. Playoffspiel den Gast aus Ambri nach Hause.

(Bild: Keystone)

Marco Spycher

Bevor der Puck in der ausverkauften Tissot-Arena zum ersten Mal eingeworfen wird, hat es bereits stehende Ovationen gegeben. Dies aus gutem Grund: Mit dem 4. Rang in der Qualifikation haben die Bieler ihr Saisonziel (Top-6-Platz) übertroffen und sich so den Heimvorteil im Playoff gegen Ambri-Piotta gesichert.

Auch nach dem Match sind die Fans der Einheimischen noch gut gelaunt, denn der EHCB hat mit dem 3:1-Sieg in der Serie die Führung übernommen. Die Seeländer hatten alles im Griff, dominierten ein Spiel, in dem nie richtig Spannung aufkam.

Biel-Trainer Antti Törmänen ist mit seiner Mannschaft zufrieden. «Wir waren von Beginn an bereit und zeigten einen soliden Auftritt», sagt der Finne. Anders die Tessiner, die den Start komplett verschliefen. Sie wirkten aufgrund der entschlossenen Bieler geschockt. Bereits nach acht Minuten vollendete Biel-Stürmer Dominik Diem eine schöne Kombination zur Führung. Drei Minuten vor der ersten Pause erhöhte Jason Fuchs, der drei Jahre bei Ambri gespielt hatte, gar auf 2:0.

Bei Ambri glänzen die Fans

Das Team Törmänens nahm den Schwung mit ins zweite Drittel. Eine Reaktion der Biancoblu blieb aus. Kurz nachdem Toni Rajala die Latte getroffen hatte, spielten die Bieler für 105 Sekunden in doppelter Überzahl – allerdings, ohne daraus Profit schlagen zu können. «Unser Überzahlspiel war nicht schlecht. Wir hatten gute Möglichkeiten, nur der Erfolg blieb aus», sagt der 34-jährige Captain Mathieu Tschantré, der seinen Vertrag unlängst um ein Jahr verlängert hat.

Die Bieler ihrerseits agierten diszipliniert, mussten nur eine einzige Strafe hinnehmen. Für einen kleinen Wermutstropfen aus Seeländer Sicht sorgte Ambri-Verteidiger Jannik Fischer 15 Sekunden vor Schluss. Mit seinem Treffer vermieste er Jonas Hiller den Shutout. Für die Wende reicht es allerdings nicht mehr. Mike Künzle machte mit dem 3:1 ins leere Tor alles klar.

Ambri und allen voran das Trio Kubalik/Zwerger/Müller fand im ersten Playoff-Duell also kein Rezept gegen die Bieler. Bei den Tessinern überzeugten einzig die Anhänger. Nach Spielende lassen sie sich trotz Niederlage nicht unterkriegen, singen munter weiter. «Jetzt stellen Sie sich das einmal in der Valascia vor. Es wird ein hartes Spiel am Dienstag», meint Törmänen. Aber auch die Biel-Fans sorgen für Stimmung. Der Heimvorteil ist bestätigt, und dies würdigen sie mit stehenden Ovationen.

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