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Ausländer-Roulette beim SCB

Beim SC Bern zeichnet sich ein Spielerwechsel ab: Luganos Kanadier Glen Metropolit soll den Arbeitsplatz mit dem SCB-Finnen Mikko Lehtonen tauschen.

Glen Metropolit (links) soll nach Bern kommen.
Glen Metropolit (links) soll nach Bern kommen.
Keystone

Blick.ch meldete gestern Abend den spektakulären Tausch der beiden Stürmer Glen Metropolit (Lugano) und Mikko Lehtonen (SC Bern). SCB-Sportchef Sven Leuenberger mochte den Wechsel auf Anfrage dieser Zeitung nicht bestätigen: «Im Moment ist das eine Medienspekulation. So lange nichts unterschrieben ist, geben wir wie üblich keinen Kommentar zu dieser Geschichte ab.»

Ein offizielles Statement war auch aus Kreisen des HC Lugano nicht zu erhalten. Mündlich sollen sich die beiden Parteien einig sein. Klar ist, dass der 39-jährige Metropolit bei den Tessinern zuletzt in der Kritik stand, obwohl er mit 34 Punkten (6 Tore, 28 Assists) hinter Topskorer Brett McLean (43 Punkte) Luganos zweitbester Stürmer ist. Und im Gegensatz zum 26-jährigen Lehtonen, der beim SC Bern nie auf Touren gekommen ist und sehr oft als überzähliger Ausländer auf der Tribüne sitzt, kann der Kanadier nach wie vor für Impulse sorgen. Der SCB wollte Lehtonen bereits vor Wochen abgeben, doch der Finne hatte bisher alle Angebote abgelehnt.

Meister mit Lugano

Glen Metropolit avancierte in Lugano in der Saison 2005/2006 zum Publikumsliebling. Beim siebten Meistertitel der Südtessiner war er der herausragende Spielgestalter und Skorer (32 Tore, 59 Assists). Zusammen mit dem heutigen SCB-Stürmer Ryan Gardner und dem Finnen Ville Peltonen bildete er eine Sturmreihe, die vor allem im Powerplay mit dem damals überragenden Finnen Petteri Nummelin an der blauen Linie Extraklasse repräsentierte.

Rückkehr in die NHL

Nach einer sehr erfolgreichen Saison und mit einem Meistertitel im Gepäck verabschiedete sich Metropolit im Tessin, um sein Glück nochmals in der National Hockey League zu versuchen. Insgesamt hat es der Kanadier in der besten Eishockeyliga der Welt auf 437 Einsätze gebracht. 2010 kehrte er, inzwischen 36-jährig, in die Schweiz zurück und schloss sich für zwei Jahre dem EV Zug an.

Seit 2012 steht Metropolit zum zweiten Mal beim HC Lugano unter Vertrag. Der Filigrantechniker ist mit seinen 39 Jahren zwar nicht mehr so tempostark wie zu seinen besten Zeiten, doch in der Offensive und speziell im Überzahlspiel kann Metropolit für jedes Team nach wie vor ein Gewinn sein.

BZ/rh

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