Zum Hauptinhalt springen

Auf Umwegen zum Happy End

Der EHC Biel bleibt in der Nationalliga A. Die Seeländer gewannen Spiel 7 der Ligaqualifikation 5:1. Nach 12 Minuten führten sie 4:0, und Lausanne hatte mit seinen Provokationen bereits sämtliche Sympathien verspielt.

Video: TeleBärn

Die Schlüsselszene im siebten und entscheidenden Ligaqualifikationsspiel zwischen dem EHC Biel und Lausanne ereignete sich, noch bevor die erste Sekunde gespielt war. Lausannes Thomas Rüfenacht provozierte Thomas Nüssli, der Bieler Topskorer liess sich darauf ein, und schon war eine wüste Schlägerei im Gange. Die Schiedsrichter schickten beide Spieler unter die Dusche, und Lausannes Interimscoach Hans Kossmanns Plan schien aufgegangen zu sein: Er hatte den ohnehin verletzten Rüfenacht einzig für diese Aufgabe aufgestellt. Kossmann war als Assistent nicht ohne Grund in die Schule von Chris McSorley gegangen. Doch der Plan wurde zum Boomerang. Die Lausanner verloren mit der Aktion nicht nur viel Sympathien, sondern in der aufgeheizten Stimmung auch die Linie. Biel nutzte drei der ersten vier Überzahlgelegenheiten zu einer 3:0-Führung. Das 4:0 von Serge Meyer in der 12.Minute, der erste Treffer bei Vollbestand, war bereits die Entscheidung. Der lange Rest des Spiels gehörte dem feiernden Publikum und der Lausanner Frustbewältigung.Biels späte RückkehrDie gegenseitigen Aggressionen überdauerten das Spiel und wären nach der Schlusssirene zwischen Martin Steinegger und dem längst geduschten Thomas Rüfenacht beinahe noch eskaliert. Der in den USA aufgewachsene Schweizer hatte offenbar das Ende der Partie und den Schiffbruch der fragwürdigen Lausanner Taktik verpasst.Biel hat sich damit den Ligaerhalt gesichert. Der Aufsteiger ging aber einen langen Weg. Gegen Ambri in der zweiten Playout-Runde hätte er die Saison bereits beenden können. Gegen Lausanne geriet er danach mit zwei Niederlagen in Rückstand, ehe Trainer Heinz Ehlers gehen musste und Sportchef Kevin Schläpfer die Verantwortung an der Bande selber übernahm.Nur Fata darf bleibenSchläpfer wurde gestern als «Hockey-Gott» gefeiert. Ab sofort wird er sich aber von der Bande zurückziehen und sich dem Zusammenstellen der Mannschaft für die nächste Saison widmen. Bisher stehen die Zuzüge von Philippe Seydoux (Gottéron), Kevin Gloor (ZSC Lions) und Adrian Trunz (Lausanne) fest. Weitere Schweizer Transfers, mit denen sich die Bieler entscheidend verstärken können, sind auf dem Markt nicht mehr möglich.Spielraum hat Schläpfer bei den Ausländern. Aus dem aktuellen Sextett hat nur Rico Fata einen Vertrag. Der Italo-Kanadier war gestern an vier der fünf Toren beteiligt und überragender Spieler auf dem Eis. Die übrigen Ausländer aber genügen den Anforderungen in der National League A nicht dauerhaft. Deshalb ist Schläpfer unter anderem an Sébastien Bordeleau interessiert,derdenSCBverlassen muss. Schläpfer muss schnell Verstärkungen finden. Der Bonus des Aufsteigers ist aufgebraucht. Das glanzlose Beispiel von Vorgänger Basel hängt über dem Klub. Und zur Erinnerung: Die Basler hatten in ihrem ersten A-Jahr immerhin das Playoff erreicht.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch