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Auf Augenhöhe

Marc Eichmann hat als Spieler des SC Langenthal zwei Playoff-Serien gegen Olten verloren. Nun erlebt der 37-Jährige die Halbfinalderbys als Goalietrainer und ­operativer Leiter.

Warnt vor Oltens Offensive: Marc Eichmann.
Warnt vor Oltens Offensive: Marc Eichmann.
Christian Pfander

Für den SC Langenthal kann die laufende Playoff-Saison zur Spielzeit der Revanche werden. Gegen den EHC Visp lag Langenthal im Playoff-Vergleich im Rückstand. Mit dem 4:2-Sieg folgte der Ausgleich in der Anzahl Siege und der Anzahl Seriensiege. Gegen den Derbyrivalen kann der SCL nach zwei Niederlagen – 2010 und 2013 – zwar nicht ausgleichen, aber immerhin ver­kürzen.

Bei beiden verlorenen Serien mit dabei war auch Marc Eichmann. Er stand im Tor, als der SCL 2010 im siebten Viertelfinalspiel verlor, ebenso stand er zwischen den Pfosten, als der Halb­final 2013 mit 2:4 endete. «Die Ausgangslage heute ist anders. Damals waren sie in ihrer Entwicklung weiter als wir. Heute agieren wir auf Augenhöhe», sagt Eichmann, der mittlerweile als Goalietrainer und operativer Leiter beim SCL tätig ist.

Das Team sei sich bewusst, dass es die Playoff-Serie gegen Olten für sich entscheiden kann, und das sei wichtig. «Wir haben in den letzten zwei Jahren tolle Derbys gespielt. Das gibt uns Auftrieb.» Einen Favoriten will Eichmann aber keinen sehen. Auch weil Olten in dieser Saison stark investiert hat und den Final bei diesem Mitteleinsatz eigentlich erreichen müsste.

Ausgeglichener als Olten

Worauf die Langenthaler aufpassen müssen, weiss Marc Eichmann. «Olten ist offensiv sehr gut», erklärt er und verrät zudem: «Wir wollen den Gegner in der Abwehr beschäftigen, damit seine Stärke gar nicht erst zum Tragen kommt.» Angst haben müssen die Oberaargauer nicht, weil gerade die Defensive über Jahre hinweg zum Prunkstück der Mannschaft geworden ist.

Dagegenzuhalten dürfte daher eigentlich kein Problem sein. Aber was passiert, wenn es nicht klappt? Werden dann Eichmann und Geschäftsführer Gian Kämpf eingreifen? «Die Jungs wissen, was sie tun, und können die Entscheide selbst treffen. Aber wenn es Unterstützung braucht, sind wir da», sagt Eichmann.

Er sei als Goalietrainer einerseits nahe an der Mannschaft, er sorge aber als operativer Leiter andererseits auch für den Abstand – eine Mischung, die ihm zusagt. Sowieso ist er mit vollem Herzblut dabei, entsprechend freue er sich auf das Duell mit Olten. Denn, so fragt er rhetorisch, «was gibt es Schöneres als eine solche Affiche für den Halbfinal?»

Vorkehrungen getroffen

Nicht zuletzt auch neben dem Eis dürfte Marc Eichmann an diesem Event Freude haben. Im Vorfeld deutet vieles darauf hin, dass die Heimspiele ausverkauft sein werden. Die grossen Hockeyfeste können deshalb steigen. Sicherheitstechnisch seien die Vorkehrungen ebenfalls getroffen. Langenthal und Olten arbeiten diesbezüglich eng zusammen und streben an, dass die Zuschauer die Spiele geniessen können.

«Ich hoffe auf intensive, attraktive Partien, bei denen es auf dem Eis auch einmal zur Sache geht», sagt der 37-Jährige. Langenthal sei bis in die Haarspitzen motiviert, verspricht Eichmann. So fehlt letztlich nur noch das gute Gelingen in sportlichen Be­langen. Der SCL ist nach zwei ­Serienniederlagen heiss auf die Revanche.

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