Angriff total bei den Tigers

Erstmals in der Clubgeschichte steigen die SCL Tigers mit einem auslän­dischen Quintett in die Saison.

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Philipp Rindlisbacher

Die Hierarchie hat sich geändert. Marco Bayer war Assistent von Heinz Ehlers, seit August steht er als Sportchef im Organigramm über dem Trainer. «Wir können damit umgehen», sagt der 46-Jährige, wohl wissend, dass die Konstellation unangenehm werden könnte.Bayer hat die Equipe nicht zusammengestellt.

Hierfür trägt Jörg Reber, nun Leiter der Sportabteilung, die Verantwortung. Erstmals steigen die Tigers mit fünf Ausländern in die Saison; der Konkurrenzkampf wird angekurbelt und einem Schnellschuss vorgebeugt, wechselte zuletzt doch Herbst für Herbst ein fünfter Ausländer nach Langnau. Neben DiDomenico stehen vier weitere Stürmer unter Vertrag – ein Überblick:

  • Harri Pesonen: Er war der Wunschtransfer von Heinz Ehlers, der Finne und der Däne haben sich in Lausanne schätzen gelernt. Der 30-Jährige verkörpert emmentalische Tugenden: Er ist zweikampfstark, gilt als trainingsfleissig. Der 21-fache Nationalspieler dürfte gesetzt sein. «Er ist kein Lautsprecher», meint Bayer, «aber auf dem Eis reisst er die Kollegen mit.»
  • Eero Elo: Nicht wenige runzelten die Stirn, als Elos Vertrag verlängert wurde. Der Flügel, ein Baum von einem Mann, hat defensive Schwächen, taucht dann und wann unter. Aber: Elo verfügt über einen starken Schuss, erzielte vergangene Saison immerhin 17 Treffer. «Ihn darf, nein ihn muss man an den Toren messen», sagt Bayer. Der Copain von Pesonen steht bereits ein wenig unter Druck.
  • Aaron Gagnon: «Sein läuferischer Stil ist nicht der beste», sagt Bayer. «Aber er bringt seine Leistung, wird zu Unrecht kritisiert.» Während Langnaus Baisse zu Beginn der letzten Saison musste Gagnon als Sündenbock herhalten. Letztlich ging beinahe vergessen, dass der Kanadier mit 20 Treffern intern bester Torschütze war.
  • Mikael Johansson: Er kam als Notnagel und hat sich überraschend behauptet. Johansson ist ein Vorbereiter, kein Goalgetter. In 74 NL-Spielen hat er 11 Treffer erzielt. Offensiv ist der 33-Jährige überall einsetzbar. «Mit seiner Technik und seinem Spielverständnis kann er das Powerplay führen», sagt Bayer.

Berner Zeitung

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