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Alles wird teurer – auch das Playoff

Wer im Frühling um den Titel spielen will, muss 1,5 Punkte pro Spiel holen. So viele wie noch nie. Uns stehen aufregende Wochen bevor.

Illustration Kornel Stadler
Illustration Kornel Stadler

Alles wird teurer. Die Krankenkrassenprämien. Das Wohnen. Die Ferien. Das Benzin. Die Milch. Kein Wunder, sind in dieser Saison auch die Playoff-Plätze im Schweizer Eishockey teurer geworden. Und damit sind nicht die steigenden Lohnsummen gemeint – die zusätzliche Million aus dem Fernsehvertrag muss ja irgendwie ausgegeben werden. Sondern die Anzahl Punkte, die man fürs Playoff braucht.

Fribourg profitierte vom Discount-Preis

Aktuell liegt Servette mit 54 Punkten (aus 36 Spielen) auf Rang 8, mit einem Schnitt von 1,5 Zählern pro Spiel. Rechnet man das auf 50 Runden hoch, sind 75 Punkte nötig für die Playoff-Qualifikation. So viele wie noch nie, seit 2007/08 die zusätzlichen 6 Runden eingeführt wurden (Ist das schon so lange her?!). Vor acht Jahren reichten Gottéron sogar einmal 64 Punkte für Rang 8 – da gab es das Playoff noch zum Discount-Preis.

Die beliebte Aussage, die Liga sei so ausgeglichen wie noch nie, trifft in diesem Winter tatsächlich zu. Zwischen Rang 3 und 10 liegen gerade mal acht Punkte. Natürlich begünstigt es ein breites Mittelfeld, dass es diesmal mit den Lakers und dem HCD gleich zwei dankbare Punktelieferanten gibt. Die beiden können sich schon jetzt auf ihr Playout-Duell vorbereiten. Die Platzierungsrunde der Teams der Ränge 9 bis 12 wird etwa so aufregend sein, wie einem Zamboni beim Putzen des Eises zuzuschauen.

Die Ligagrösse stimmt

Dafür verspricht der Rest der Regular Season eine Spur mehr Spannung als die Rückrunde im Schweizer Fussball. Die neue Ausgeglichenheit in der National League straft jene Lügen, die immer mal wieder für eine Reduktion der Liga von zwölf auf zehn Teams plädieren. Wer gut arbeitet wie die SCL Tigers oder in diesem Winter auch wieder einmal Ambri, kann auch mit einem schmaleren Budget bestehen.

Noch ist vieles möglich. Auch, dass die letztjährigen Finalisten ZSC und Lugano beide in der Platzierungsrunde landen. Oder, dass sie im Frühling zu alter Stärke zurückfinden und den Dominatoren EVZ und SCB ein Bein stellen.

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