Zwei Brüder, ein Fragezeichen

Noch ist die Akte von Arx bei den SCL Tigers nicht geschlossen. Doch auch ohne die Brüder ist das Kader bereits üppig bestückt.

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Marco Oppliger@BernerZeitung

Grundsätzlich planen die SCL Tigers keine weiteren Schweizer Zuzüge. Aber es gibt zwei Namen, die trotzdem noch mit den Emmentalern in Verbindung gebracht werden: Jan und Reto von Arx. Die Brüder aus Zollbrück, in der Langnauer Nachwuchsabteilung ausgebildet und seit 1995 in Diensten des HC Davos stehend, sind bekanntlich vertragslos.

Der HCD setzt nicht mehr auf die beiden – daran änderte auch Reto von Arx’ wegweisendes 1:0 im fünften und letzten Finalspiel gegen die ZSC Lions nichts. Gewiss, der wohl beste Schweizer Center der letzten 20 Jahre wird im September 39; sein Bruder hat im Februar den 37. Geburtstag gefeiert. Dennoch ist der Name von Arx für viele Klubs eine Verlockung –auch für die SCL Tigers.

Jörg Reber gibt sich, auf die beiden angesprochen, zugeknöpft. Der Langnauer Sportchef bestätigt zwar, dass es Gespräche gegeben hat, hält aber fest, dass man Jan und Reto von Arx keine Offerte gemacht habe. Also sind die Brüder für die SCL Tigers kein Thema mehr? Rebers Antwort: «Ich kann dazu weder kategorisch Ja noch Nein sagen.»

Nun, Jan und Reto von Arx haben sich nach dem sechsten Titelgewinn mit Davos zurückgezogen, sie weilen derzeit in den Ferien. Ihr Agent Rolf Simmen sagt gegenüber dieser Zeitung: «Momentan ist alles offen; es hängt vor allem davon ab, ob sie weiterspielen wollen.» Natürlich gebe es einige Interessenten, wobei für die Brüder nicht jedes Angebot infrage komme. Es ist möglich, dass die beiden in den Familienferien eine Entscheidung treffen werden.

30 Spieler unter Vertrag

Klar ist hingegen, welche Spieler die SCL Tigers verlassen müssen: Ersatztorhüter Jonas Müller, die Verteidiger Julien Bonnet, Marc Rüegg und André Lakos sowie die Stürmer Alban Rexha, Remo Schlapbach und Alexandre Tremblay. Rexha wechselt mit höchster Wahrscheinlichkeit zu Martigny, die anderen Spieler sind noch auf Klubsuche.

Trotz der Abgänge ist das Langnauer Kader für nächste Saison üppig bestückt: 2 Torhüter, 10 Verteidiger und 18 Stürmer haben die SCL Tigers unter Vertrag. Darin nicht eingerechnet sind die zwei Ausländer, welche noch zu den Emmentalern stossen werden.

Und: Simon Sterchi ist zwar im Besitz einer Offerte der SCL Tigers, hat allerdings noch nicht zugesagt. «Wir befinden uns in einer Übergangsphase, viele Spieler haben einen weiterlaufenden Vertrag», erklärt Sportchef Reber. «Es wird in der Vorbereitung einen grossen Konkurrenzkampf geben, und das tut uns gut.» Zweifellos werden einige Spieler mit einer B-Lizenz ausgestattet, allerdings verzichten die Langnauer auf eine Partnerschaft mit einem Verein aus der zweithöchsten Spielklasse.

Zwei Langnauer an der WM

Nach ihren Ferien werden die jungen und die neuen Spieler am 4.Mai in Langnau erwartet. Eine Woche später erfolgt unter dem neuen Coach Benoît Laporte das Kick-off-Training mit der ganzen Mannschaft.

Nicht dabei sein werden dannzumal der von Rapperswil-Jona verpflichtete Torhüter Ivars Punnenovs und Verteidiger Kévin Hecquefeuille. Die beiden vertreten ihre Heimatländer Lettland respektive Frankreich an der WM in Prag.

Berner Zeitung

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