Wiki: Vorfreude auf das grosse Spiel

Beim Swiss-Regio-League-Klub Wiki-Münsingen dreht sich derzeit vieles um das Cupspiel vom kommenden Dienstag gegen den SC Bern. Sportchef Ruedi Wenger warnt aber davor, den Meisterschaftsstart am Samstag zu vergessen.

Gastgeber des SC Bern: Wikis Sportchef Ruedi Wenger (rechts) und Trainer  Stefan Gerber.

Gastgeber des SC Bern: Wikis Sportchef Ruedi Wenger (rechts) und Trainer Stefan Gerber. Bild: Raphael Moser

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Mehr Losglück kann man nicht haben. Seit der Einführung des Schweizer Cups erhielt Wiki-Münsingen jedes Mal einen NLA-Club zugelost. Die SCL Tigers waren in der Sagibachhalle zu Gast, ebenso der EHC Biel, zweimal der EV Zug. Nur der ganz grosse Nachbar fehlte noch, und auch der wird in Kürze in Wichtrach auflaufen.

Am nächsten Dienstag trifft Wiki auf den SC Bern. «Im Vorstand haben wir die Auslosung live mitverfolgt, und die Freude war riesig», sagt Sportchef Ruedi Wenger. Es ist aber auch eine riesige Aufgabe, die den Aaretalern bei der Organisation des Cupevents bevorstand. Für die Berner muss ein separater Fansektor geschaffen werden; es braucht zusätzliche Verpflegungsmöglichkeiten.

«Insgesamt sind über 100 Helfer im Einsatz», sagt Wenger. Der befreundete Gastronom Daniel Marti ist für diesen Bereich zuständig; auch aus dem Seniorenbereich von Wiki, den Münsinger Schwingern und dem Partnerclub Freimettigen werden Personen rekrutiert. Punkto Sicherheit erhält der Gastgeber Unterstützung durch Personen, die sonst bei SCB-Heimspielen tätig sind. Die 2200 Zuschauer fassende Halle ist bereits praktisch ausverkauft; es ist möglich, dass an der Tageskasse noch einige wenige Stehplätze erhältlich sind.

Delessert kommt nicht

Bei der Zusammenstellung des Teams musste Wenger im Sommer einen Rückschlag verkraften. David Delessert, der Captain von Star Forward, wollte zu Wiki wechseln. Geplant war, dass er als Lehrer an der Hotelfachschule in Interlaken arbeitet. Der Regierungsrat des Kantons Wallis, der die Klassen Delesserts mitfinanziert hätte, legte jedoch sein Veto dagegen ein, dass ausserhalb des Kantons französischsprachige Schüler unterrichtet werden. Er konnte die Stelle nicht antreten und arbeitet nun in Martigny. Eishockey spielt der Stürmer für Valais-Chablais und damit einen Ligakonkurrenten der Aaretaler.

Einen Ersatz für Delessert, der eine Führungsrolle im Team hätte einnehmen können, verpflichtete Wiki nicht. «Die Situation, wie sie sich jetzt darstellt, ist auch eine Chance für die Jungen», sagt Sportchef Wenger. Die Mehrzahl der Neuen stammt aus dem eigenen Nachwuchs; einzelne Akteure wurden bereits in der letzten Saison sporadisch eingesetzt.

Wenger warnt davor, wegen des Trubels rund um das SCB-Spiel den am Samstag erfolgenden Meisterschaftsstart als weniger wichtig zu erachten. «Dies ist unser Kerngeschäft», sagt er. Das Ziel des letztjährigen Halbfinalisten ist die Qualifikation für das Playoff.

«Ich kann mir vorstellen, dass es in der Liga noch ausgeglichener wird als vor einem Jahr», sagt Wenger. Schon damals trennten die Mannschaften rund um den Strich nur wenige Punkte. «Ich kann schwer einschätzen, wie stark wir sind», sagt er. «Im Trainingslager hat das Team einen guten Eindruck hinterlassen.». (Berner Zeitung)

Erstellt: 15.09.2018, 11:59 Uhr

Das Team

Trainer: Stefan Gerber (bisher). –
Zuzüge: Sandro Zaugg (T/Zuchwil Regio), Jan Mühlemann (S/Burgdorf), Yannick Marti, David Dietrich (beide V), Tim Künzi (S), Marc Kuhn (T/alle eigener Nachwuchs). – Abgänge: Kevin Marolf (V/Rücktritt), Nicolas Kormann (S/Freimettigen), Michael Loretan (S/Mühlethurnen), Andrin Vock (T/?)

Swiss Regio League

Im Wallis ist es zu einer Grossfusion gekommen. Mehrere Vereine, darunter Sion und Martigny, haben sich zum HC Valais-Chablais zusammengeschlossen. Die erste Mannschaft nimmt den Platz von Sion in der Swiss Regio League ein. Dort trifft die Equipe bereits heute in der 1. Runde auf den ambitionierten Aufsteiger Sierre. Der ehemalige NLA-Club kann auf starke Partnerspieler von Servette zählen.
Weitere Brisanz erhält die Konstellation mit zwei rivalisierenden Vereinen im französischsprachigen Wallis durch die Tatsache, dass 2018/2019 ein Team in die Swiss League aufsteigen kann. Beiden Clubs wird Interesse nachgesagt. Voraussetzung für eine Promotion ist das Erreichen des Playoff-Finals; zudem müssen die wirtschaftlichen und infrastrukturellen Vorgaben des Verbandes erfüllt werden. (rpb)

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