Unverhofft kommt oft – Scherwey vor Natidebüt

Neben Joël Vermin ist mit Tristan Scherwey ein zweiter SCB-Youngster zum Nationalteam gereist.

Im Nationalteam vereint: Die Berner Youngsters Joël Vermin (links)und Tristan Scherwey debütieren morgen für die Schweiz.

Im Nationalteam vereint: Die Berner Youngsters Joël Vermin (links)und Tristan Scherwey debütieren morgen für die Schweiz. Bild: Keystone

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Am Sonntag hatten die Trainer des SC Bern nach der Partie gegen Rapperswil-Jona mit Tristan Scherwey das Gespräch gesucht. Dem 21-Jährigen wurde eröffnet, er würde anstelle Joël Vermins ins Aufgebot des Schweizer Nationalteams rutschen, sollte dieser wegen seiner Knöchelprellung nicht am Zusammenzug teilnehmen können. Dienstag Vormittag indes absolvierte Vermin in Bern einen Belastungstest und gab anschliessend grünes Licht – «für mich war damit klar: Mit der ‹Nati› wird es nichts», sagte Scherwey.

Dennoch sass er am Mittag mit Vermin und Tigers-Stürmer Simon Moser im Auto in Richtung Kloten – zum Zusammenzug der Schweizer Auswahl. Weil der angeschlagene Servette-Stürmer Paul Savary dem Nationaltrainer Sean Simpson eine Absage erteilt hatte, kam Scherwey unverhofft doch noch zum Handkuss.

Der SCB-Stürmer wird wie sein Teamkollege Vermin morgen sein Debüt in der A-Nationalmannschaft geben. «Es war immer ein Ziel, für das Nationalteam zu spielen. Ich bin ein wenig stolz und freue mich auf diese Chance», sagte Scherwey. Obwohl der Flügelstürmer in dieser Saison «konstant gute Leistungen zeigt» (Scherwey), hatte er nicht mit dem Aufgebot gerechnet.

«Habe nichts zu verlieren»

Am Mittwoch fliegt die Schweizer Auswahl via Amsterdam ins norwegische Stavanger, wo sie sich am Donnerstag (19 Uhr) mit dem Gastgeber und am Freitag mit dem Vizeweltmeister Slowakei misst. Es handelt sich um den letzten Zusammenzug vor der unmittelbaren WM-Vorbereitung im April.

Scherwey rechnet nicht mit einem WM-Aufgebot, er erachtet die Partien in Norwegen als «coole Erfahrung», wie er sagte. «Ich habe nichts zu verlieren und will körperbetont und mit viel Geschwindigkeit spielen.» Nebst Scherwey und Vermin ist Gregory Hofmann (Davos) der dritte Neuling in Simpsons Auswahl. (Berner Zeitung)

Erstellt: 06.02.2013, 10:04 Uhr

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