SCL Tigers: Dementi von Anton Gustafsson

Vor der am Donnerstag in Rapperswil-Jona beginnenden Ligaqualifikation steht Anton Gustafsson bei B-Meister Langnau im Fokus. Der Stürmer bestätigt Verhandlungen mit Qualigegner Rapperswil.

«Ich will in der NLA spielen. Aber am liebsten mit Langnau», so Anton Gustafsson.

«Ich will in der NLA spielen. Aber am liebsten mit Langnau», so Anton Gustafsson.

(Bild: Andreas Blatter)

Ligaqualifikation – damit verbinden einige Angst und Schrecken. Angestellte des involvierten NLA-Klubs durchleben eine mentale Extremsituation. Für manch einen Spieler steht die Zukunft als gut entlöhnter Profi, für den einen oder anderen Mitarbeiter auf der Geschäftsstelle der Arbeitsplatz auf dem Spiel. Emanuel Peter kämpfte in Diensten des EHC Biel zweimal gegen den Abstieg, er litt unter Schlafstörungen.

Sein damaliger Trainer Kevin Schläpfer sagt, während einer Ligaqualifikation 20 Jahre gealtert zu haben. «25 verunsicherte Spieler stehen vor dir. Wenn du eine Sekunde am Sieg zweifelst, ist es ums Team geschehen. Das ist wie im Zirkus: Gibt der Dompteur dem Löwen kurz seine Angst zu spüren, wird er gefressen.» Es versteht sich von selbst, möchte niemand mit Coach Anders Eldebrink und seinen Schützlingen bei den Rapperswil-Jona Lakers tauschen.

«Lege meine Hand ins Feuer»

Ligaqualifikation – die Best-of-7-Serie um den letzten NLA-Platz ist ein Nervenspiel. Es geht auch darum, im feindlichen Territorium Unruhe zu stiften. Lakers-Assistenztrainer Michel Zeiter liess sich in der «Luzerner Zeitung» zur Aussage hinreissen, dass Langnaus Topskorer Chris DiDomenico von allen Seiten mit Provokationen rechnen müsse.

Vor zwei Jahren im Auf-/Abstiegsduell mit Lausanne machten die Waadtländer einer Handvoll Tigers-Profis, die keinen weiterlaufenden Vertrag besassen, Avancen. Von derlei Vorgehensweisen hält Jörg Reber wenig. Als mühsam bezeichnet der Sportchef die Spekulationen um den 15-fachen Playoff-Torschützen Anton Gustafsson, der laut Ostschweizer Insidern ausgerechnet bei den Lakers einen Vertrag unterzeichnet haben soll. «Anton hat nicht unterschrieben, dafür lege ich die Hand ins Feuer.»

Der Spieler bestätigt die Kontakte mit den Lakers, dementiert aber die Berichte, wonach der Wechsel fix sei. «Ich will in der NLA spielen. Aber am liebsten mit Langnau.» Wie auch immer: «Gus», wie der Stürmer genannt wird, kommt im heutigen Auftaktspiel (19.45 Uhr) in Rapperswil zum Einsatz. Mit seinem Vater Bengt-Ake führt der Klub in der entscheidenden Meisterschaftsphase keine Vertragsgespräche. Der Coach aber darf sich wie die Profis an einem finanziellen Meisterbonus erfreuen.

5 Aufstiege in 15 Duellen

Ligaqualifikation – trotz aller Sorgen gibt es für den NLA-Verein einen Mutmacher. Der Blick auf die Statistik offenbart, dass sich in 15 Serien fünfmal der Unterklassige durchgesetzt hat. Nur Lausanne (2001 gegen La Chaux-de-Fonds, 2013 gegen Langnau), Servette (2002 gegen Chur), Basel (2005 gegen Lausanne) und Biel (2008 gegen Basel) reüssierten.

Berner Zeitung

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