SCB: Mit Moral und Kampfkraft in den Viertelfinal

Dank einem starken Schlussdrittel (3:0) hat der SC Bern in der Champions Hockey League Red Bull München mit 5:2 bezwungen. Im Viertelfinal wartet nun der schwedische Vertreter Växjö.

<b>Top:</b> Goalie Genoni und der später verletzte Blum haben alles im Griff.

Top: Goalie Genoni und der später verletzte Blum haben alles im Griff. Bild: Imago

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Einen Zweitorevorsprung brauchte der SCB im Achtelfinalrückspiel, um das 2:3 in Bern zu korrigieren. 261 Sekunden benötigte der Schweizer Meister im letzten Drittel, um diese Vorgabe zu erfüllen.

Luca Hischier gelang das 3:2, Simon Bodenmann stocherte einen Abpraller zum 4:2 über die Linie. Das reichte, auch weil die Münchner in der Schlussphase nur noch die Latte trafen.

Aus Rücklage befreit

Zweimal war der SCB im Olympiastadion in Rückstand geraten. Auf das 0:1 durch Brooks Macek konnte Tristan Scherwey nur 36 Sekunden später reagieren. Der SCB-Stürmer luchste Keith Aucoin, der eine Vergangenheit in Ambri hat und am Montag 39 Jahre alt geworden ist, die Scheibe ab und beförderte diese in die hohe Torecke.

Im zweiten Abschnitt brachte Derek Joslin die Münchner mit einem Schuss von der blauen Linie erneut in Führung. Diese hielt dann schon länger als fünf Minuten Bestand. Patrick Hager verletzte Berns Eric Blum mit einem unfairen Check gegen die Bande. Der SCB-Verteidiger konnte danach nicht mehr mittun und musste zu genaueren Abklärungen ins Spital.

Er dürfte eine Hirnerschütterung erlitten haben und wird den Karjala-Cup mit dem Schweizer Nationalteam wohl verpassen. Münchens Hager musste für zweimal 2 Minuten auf die Strafbank.

Simon Moser gelang der Ausgleich bereits 17 Sekunden nach Beginn der Strafe. Weil der SCB-Captain den Puck aber im Stile eines Handballers ins Tor beförderte, zählte der Treffer nicht. Kurz vor Ablauf des Powerplays bugsierte Moser den Puck erneut ins Tor, diesmal korrekt.

Die tolle Moral wurde schliesslich belohnt. Andrew Ebbett sicherte den Sieg mit dem fünften SCB-Treffer. «München blieb immer gefährlich, wir mussten kämpfen», sagt Alex Chatelain. Der Sportchef ist stolz auf die Equipe: «Stark war, wie wir im letzten Drittel noch entscheidend zulegen konnten.»

Nun gegen Växjö

Die Berner wollten unbedingt in die Viertelfinals einziehen. «Für uns ist die Champions League sehr wichtig», hatte Captain Moser betont. Vor einem Jahr scheiterte der SCB im Viertelfinal an Sparta Prag. Nun treffen sie in der Runde der letzten acht auf die Växjö Lakers, die sich gegen Salzburg mit dem Gesamtskore von 6:5 durchgesetzt haben.

Die Schweden schalteten vor einem Jahr im Viertelfinal die ZSC Lions (3:2) aus und gewannen dieses Jahr die Gruppe mit Davos, Liberec und Cardiff City. «Das ist eine Topmannschaft, wir sind ­gespannt und haben nun Zeit, uns auf die Schweden vorzubereiten», sagt Chatelain.

ZSC weiter, Zug scheidet aus

Die ZSC Lions sind nach dem 3:0 in Nottingham ebenfalls weiter und treffen nun auf Liberec. Zug dagegen unterlag Kometa Brno 2:5 und schied aus. (Berner Zeitung)

Erstellt: 07.11.2017, 22:00 Uhr

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