SCB: Auf die Analyse folgt die Gala

Im Vergleich zu den Auftritten in der Champions Hockey League zeigt sich Bern zum Auftakt der National-League-Saison verbessert. «Läuferisch waren wir sehr stark», sagte Trainer Kari Jalonen.

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Eine neue Reise beginne für die Mannschaft, hatte Trainer Kari Jalonen vor dem Meisterschaftsstart gesagt. Und: «Wir müssen uns jeden Tag verbessern.» Vielleicht kennt der finnische Trainer des SC Bern das Zitat des amerikanischen Schrifstellers Mark Twain, der gesagt haben soll: «Man muss reisen, um zu lernen.» Twains Worte jedenfalls passen nicht schlecht zur Entwicklung beim SCB.

Gereist ist er bereits, in der Champions Hockey League nach Turku und nach Nottingham. Beide Partien hatten die Berner verloren und die Lehren daraus gezogen – dies kriegte zum Auftakt der Meisterschaft Gottéron zu spüren. Der SCB siegte 6:1. Tristan Scherwey – Freiburger in Berner Diensten – nahm danach Bezug auf die Niederlage in Nottingham eine Woche zuvor: «Wir haben dort nicht unser wahres Gesicht gezeigt. Alle waren enttäuscht, verärgert, auch die Trainer. Als Folge gab es aber kein dummes Straftraining, stattdessen wurden die Fehler ­gemeinsam analysiert. Gegen Gottéron hat nun jeder Spieler vom jüngsten bis zum ältesten eine gute Leistung gezeigt.»

Zweimal in Unterzahl

Scherweys Analyse traf zu. Der Meister gefiel gegen Freiburg mit einem starken Kollektiv. Sinnbildlich hierfür war, dass der erste Treffer des Abends der vierten Linie gelang. Alain Berger erkämpfte sich den Puck, Langenthal-Zuzug Marc Kämpf brachte die Scheibe vors Gehäuse, Berger vollendete. Mit diesem Tor fand die gute Startphase der Gäste ein jähes Ende. Zuvor hatte Gottéron gegen abwartende Berner durchaus mutig und aktiv agiert.

In der Folge bestimmte der Meister Spiel und Tempo deutlich. «Läuferisch waren wir sehr stark – vor allem im zweiten Drittel», sagte Jalonen. Im besagten Abschnitt kamen der Finne Mika Pyörälä und der von Biel verpflichtete Gaëtan Haas zu ihrem ersten Tor für den SCB in der ­National League. In beiden Fällen liess sich der Langenthaler Verteidiger Yannick Rathgeb düpieren.

Sehenswert war vor allem Haas’ Solo in Unterzahl. Im dritten Abschnitt reüssierte erneut ein Berner mit einem Shorthander (Andrew Ebbett), nachdem ihm die Freiburger quasi freies Geleit gewährt hatten. Gottérons neuem Coach Mark French jedenfalls dürften die Powerplay-Aktivitäten seiner Schützlinge spanisch vorgekommen sein.

Für die Berner geht die Reise morgen gegen Ambri weiter. Kari Jalonen sagte: «Es war ein guter Start – nicht mehr.» Er nickte, pausierte und wiederholte: «Aber es war ein guter Start.» (Berner Zeitung)

Erstellt: 10.09.2017, 20:51 Uhr

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