Nur der Wiki-Treffer fehlte

Wiki-Münsingen hat im Cupsechzehntelfinal gegen den SC Bern besser mitgehalten, als es das Resultat von 0:6 aussagt. Erst im Schlussdrittel waren die Stadtberner klar überlegen.

Und wieder eine Parade: Wikis Torhüters Lars Lenze wehrt einen Angriff von Matthias Bieber (Nr. 48) und Gaetan Haas ab.<p class='credit'>(Bild: Keystone)</p>

Und wieder eine Parade: Wikis Torhüters Lars Lenze wehrt einen Angriff von Matthias Bieber (Nr. 48) und Gaetan Haas ab.

(Bild: Keystone)

Angriff SCB, und . . . kein Tor. Mehr als ihnen lieb war, müssen die Profis aus der Bundesstadt gegen die Amateure von Wiki-Münsingen um jeden Treffer kämpfen. Die Aaretaler spielen extrem diszipliniert, Torhüter Lars Lenze hält grossartig. Und nicht nur das. Immer wieder lanciert Wiki aus einer guten Defensive heraus Gegen­angriffe und muss eigentlich ein Tor erzielen, zum Beispiel in der 31. Minute, als Pascal Marolf allein vor SCB-Goalie Pascal Caminada auftaucht.

Dieser steht anstelle von Leonardo Genoni im Tor. Marolf markiert den Ausgleich zum 1:1 nicht, wenig später erzielt Gaetan Haas das 2:0; das Spiel endet schliesslich mit einem 6:0-Sieg für den SCB.

Akustisch war die Cuppartie ein Heimspiel für den SCB. Dessen Fans unterbrachen jeweils ihre Gesänge während aller Spielabschnitte nicht, während aus der anderen Ecke der Stehplätze einige Jugendliche die Aaretaler mit «Hopp Wiki»-Rufen unterstützten. Das Stadion war mit 2200 Besuchern ausverkauft, und diesmal gab es keine frühe Entscheidung wie in den letzten vier Jahren, als das Team von Stefan Gerber gegen die SCL Tigers, Biel und zweimal Zug chancenlos geblieben war.

Das mögliche Ausgleichstor schoss Wiki nicht, und so fiel das Endergebnis dennoch deutlich aus. Im dritten Drittel liessen die Kräfte bei den Amateuren nach; der SCB fand mehr Platz vor und nutzte diesen zu weiteren Treffern. Alain Berger stach in dieser Beziehung heraus; der Center der vierten Linie traf zum 4:0 und 5:0; er gab zudem beim ersten Tor von Daniele Grassi den Pass.

Jalonens Geste

Die Leistung der Gastgeber fand auch bei SCB-Coach Kari Jalonen Anerkennung. Der Finne begab sich nach Spielschluss kurz in die Wiki-Garderobe, um den Aaretalern für ihre Darbietung zu gratulieren. Auch für die Paraden von Lars Lenze. Der 24-Jährige entstammt dem SCB-Nachwuchs; er hat im Sommer ab und zu mit den Stadtbernern trainiert. «Ich habe es sehr genossen in dieser Atmosphäre zu spielen», sagte Lenze.

«Als Goalie habe ich es einfacher als die Feldspieler, wenn die Vorderleute gut arbeiten. Müde Beine habe ich dennoch, weil ich oft schnell verschieben musste.» Alain Berger war ebenfalls zufrieden. «Ich hatte diese Art des Spiels erwartet. Der Gegner hat einen guten Job gemacht, wir letztlich deutlich gewonnen.» Und es sei vor allem ein tolles Hockeyfest gewesen. «So soll Cup sein», sagte der SCB-Stürmer.

Berner Zeitung

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