Notfallsituation bei Wiki-Münsingen

Der EHC Wiki-Münsingen ist im Elend. Bei der 2:5-Heimniederlage gegen den EHC Basel fehlten Trainer Stefan Gerber insgesamt acht Spieler.

Christoph Kiener (in Gelb) musste für Wiki Münsingen einspringen. (Archivbild)

Christoph Kiener (in Gelb) musste für Wiki Münsingen einspringen. (Archivbild) Bild: Adrian Moser

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Um die Lücken zu füllen, bot der Coach erstmals die 18-jährigen Junioren Mika Kiener (SCB) und Yanick Ueltschi (Thun) auf. «Die müssen einspringen. An Engagement und Wille fehlt es ihnen nicht, aber für diese Liga fehlen ihnen noch gewisse Skills, die sie noch gar nicht haben können»”, sagt Gerber.

Neben den Youngsters haben die Aaretaler auch Urgestein Christoph Kiener reaktiviert. Der 35-Jährige hat nach vielen Jahren bei Wiki zuletzt seine Karriere bei Freimettigen ausklingen lassen. «Ich wollte eigentlich aufhören. Aber das ist eine Notfallsituation, deshalb helfe ich gerne aus», erklärt Kiener.

Gegen Basel spielte der Routinier mit der Rückennummer 40, jedoch ohne aufgedruckten Namen. «Ich hoffe das bleibt so, ich habe definitiv nicht vor, länger mitzutun. Sobald die verletzten Verteidiger zurück sind, werde ich wieder bloss Fan von Wiki sein.» Doch weil Gerber derzeit fünf Verteidiger fehlen und sogar Captain Cyril Kormann sich freiwillig meldete, als Back einzuspringen, dürfte die Notfallsituation noch anhalten.

Kiener machte seine Sache gut, wurde nur einmal von einem Basler (Roman Hrabec) ausgetanzt. «Eine Niederlage ist nie schön, doch macht es mich stolz, wieder mit dem Drachen auf der Brust zu spielen.» Der Familienvater betont jedoch noch einmal, dass er wirklich nicht vorhabe, längere Zeit wieder aktiv zu sein, «zumal ich bald zum dritten Mal Vater werde».

Wie schon am Mittwoch gegen Thun kassierte Wiki in kurzer Zeit mehrere Gegentore. Schon nach 21 Sekunden lagen die Gastgeber in Rückstand. Im Mitteldrittel kassierten sie dann innerhalb von 139 Sekunden drei weitere Gegentreffer. «Wenn man schon in einer schwierigen Lage steckt, ist meistens die Glücksfee auch nicht auf der eigenen Seite», meinte Gerber zur entscheidenden Spielphase. Hadern will der Coach aber nicht. «Wir haben zu wenig Punkte, das gilt es zu ändern, auch mit dem derzeitigen Kader.»

Thun holt Punkt

Nach dem 7:6-Derbysieg gegen Wiki verlor der EHC Thun in Bülach mit 1:2 nach Verlängerung. Damit ergatterte sich das Team von Christoph Schenk immerhin einen Zähler. (Berner Zeitung)

Erstellt: 15.10.2018, 11:43 Uhr

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