Keine Spielberechtigung für Huttwil Falcons

1. Liga

Die Huttwil Falcons, die am Samstag den Erstliga-Meistertitel gewannen, müssen wohl in der Amateurliga bleiben.

Die Falcons feiern nach einem gewonnen Playoff-Spiel. Die Freude währte nur kurz, gestern entschied die Nationalliga, dem Club keine Spielberechtigung für die NLB auszustellen.

Die Falcons feiern nach einem gewonnen Playoff-Spiel. Die Freude währte nur kurz, gestern entschied die Nationalliga, dem Club keine Spielberechtigung für die NLB auszustellen.

(Bild: Marcel Bieri)

Die National League lehnte ihr Aufstiegsgesuch ab - nicht aus wirtschaftlichen Gründen, sondern wegen formeller Fehler. Huttwil habe der Lizenzprüfungskommission nicht alle erforderlichen Unterlagen eingereicht, so Ligadirektor Werner Augsburger. Ein Huttwiler Antrag auf Fristverlängerung wurde abgelehnt. Der Erstligameister erwägt nun, gegen den Entscheid Rekurs einzureichen.

Sportlich gelang den Huttwil Falcons der Aufstieg in die Nationalliga B bereits letzten Samstag - wirtschaftlich sind sie jedoch weit davon entfernt, wie die Berner Zeitung am 29. März berichtete. Die Nationalliga begründet heute den Entscheid, den Oberaargauern keine Spielberechtigung zu erteilen zwar mit formellen Gründen. Denn gemäss Reglement hätte der Club bis Ende Februar Zeit gehabt, einen Antrag für die Nationalliga B, unter anderem ein Budget, einzureichen. Bei der Nationalliga ist jedoch nur eine «Interessensbekundung» von Seiten der Huttwil Falcons eingetroffen. Warum der Club das Gesuch nicht fristgerecht einreichte und wie es jetzt weitergeht, wollte die Geschäftsleitung der Huttwil Falcons auf Anfrage nicht kommentieren.

Erfahrungen von anderen Teams zeigen jedoch, wie schwierig der Aufstieg ist: Eine NLB-Saison verschlingt mindestens zwei Millionen Franken. Ein grosser Teil wird für die Personalkosten verwendet. Ein guter ausländischer Spieler verdient in der NLB einen Nettolohn von rund 100'000 Franken. Hinzu kommen Ausgaben für Auto, Wohnung, Steuern und Versicherungen in der Grössenordnung von weiteren 100'000 Franken.

mau/sda

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