Gustafsson: «Das siebte Spiel ist noch weit weg»

Trainer Bengt-Ake Gustafsson vertraut seiner Equipe. Trotz zwei Niederlagen hat er seine Linien kaum verändert. Der Erfolg gibt ihm recht.

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Stephan Dietrich

Niederlagen werden Bengt-Ake Gustafsson im Emmental kaum verziehen. Der Vertrag des Trainers läuft bekanntlich Ende Saison aus, über eine Verlängerung wird wohl nur im Falle eines NLA-Aufstiegs verhandelt. Nach den Niederlagen in den Spielen 4 und 5 gegen Olten wurde dem Schweden Passivität im Coaching vorgeworfen.

Gustafsson jedoch blieb seiner Linie treu und veränderte seine Formationen auch gestern kaum. «Wir haben in dieser Saison bewiesen, dass wir Klasse haben. Es gibt für mich keinen Grund, die Mannschaft immer wieder umzustellen», sagte der 57-Jährige mit stoischer Ruhe. In der Verteidigung brachte Gustafsson immerhin Deny Bärtschi ins Spiel – im ersten Block, an der Seite von Martin Stettler. Ausgerechnet Bärtschi war es, der in der 45.Minute mit dem Weitschuss zum 4:1 das Spiel entschied.

Erarbeitete Geschenke

«Ich hatte vor dem Spiel keine Panik. Ich war überzeugt, dass wir ein gutes Spiel abliefern», sagte Bengt-Ake Gustafsson nach dem 5:1-Sieg von gestern. Den Schlüssel zum Erfolg ortete er nicht beim fehlerhaft agierenden Gegner, sondern beim starken Beginn der SCL Tigers. «Klar erhielten wir Geschenke, wir haben die Fehler des Gegners jedoch durch aggressives Spiel provoziert. Geschenke muss man sich erarbeiten.» Nun kommt es am Dienstag also zum entscheidenden Spiel um den NLB-Meister-Titel.

Gustafsson indes lässt sich noch nicht aus der Reserve locken. «Das siebte Spiel ist noch weit weg», erklärt er. Und: «Ich bin jetzt einfach zufrieden mit diesem Spiel.» Vielleicht hat er hingegen mit einer Aktion schon die Weichen für die Belle gestellt. In den Schlussminuten liess er nämlich Topskorer Chris DiDomenico nicht mehr spielen. Der Kanadier hatte sich zuvor mit Oltens Marco Truttmann angelegt und seine vierte 2-Minuten-Strafe kassiert. «Chris wurde permanent provoziert. Ich musste ihn schützen.»

DiDomenico wird im siebten Spiel auf jeden Fall gebraucht. Im laufenden Playoff steht er mittlerweile bei 24 Skorerpunkten (4 Tore/20 Assists). So passiv, wie man ihm nachsagt, ist Bengt-Ake Gustafsson gar nicht. Und trotzdem muss er am Dienstag in der Belle als Sieger dastehen, ansonsten dürften seine Tage in Langnau gezählt sein.

Berner Zeitung

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