Everberg freut sich am Montag, Andersson am Dienstag

Der Schwede Dennis Everberg tritt im Playoff-Final als frischgebackener Papa an, Landsmann Calle Andersson gibt das Comeback.

Calle Andersson: Assist beim Comeback.

Calle Andersson: Assist beim Comeback.

(Bild: Christian Pfander)

Adrian Ruch

Für einen war der gestrige Match ein ganz besonderer: Dennis Everberg. Der EVZ-Schwede war am Montag in seine Heimat geflogen, um die Geburt seines ersten Kindes mitzuerleben. Und tatsächlich: Freundin Julia Bergman brachte noch am gleichen Abend ein Mädchen zur Welt. Die stolze Mutter, die aus einer früheren Beziehung einen am Down-Syndrom leidenden Sohn hat, veröffentlichte via Instagram ein Video, das zeigt, wie der Eishockeyprofi das Neugeborene liebkost:

Gestern reiste Everberg zurück in die Schweiz und bildete am Abend gemeinsam mit Landsmann Carl Klingberg und US-Center Garrett Roe die erste Zuger Sturmlinie. Der Hüne mit NHL-Erfahrung begnügte sich nicht mit dem Mitmachen. Zum 1:1-Ausgleich durch Klingberg lieferte er die Vorlage.

Mit Calle Andersson liess sich auch ein anderer Schwede einen Assist gutschreiben. Der SCB-Verteidiger, der aufgrund einer Schweizer Lizenz das Ausländerkontingent nicht belastet, feuerte in der 9. Minute seinen ersten Schuss ab, tauchte danach hinter EVZ-Goalie Tobias Stephan auf und bediente mit einem Rückpass Mark Arcobello. Der Stürmer erledigte den Rest.

Offensivdrang ist für Andersson nichts Neues. Doch diesmal war allein sein Einsatz eine Überraschung. Der 24-Jährige hatte sich in der Halbfinalserie gegen Biel verletzt und deshalb die vier letzten Partien verpasst und in den drei Tagen vor dem gestrigen Comeback stets im roten Trikot (kein Körperkontakt) trainiert.

Kurzfristiger Entscheid

Nach dem Match erzählt Andersson, er habe erst am Vormittag nach dem Warm-up entschieden, dass er einsatzbereit sei. Nun ist er froh, hat er einen Einsatz gewagt. «Einerseits konnte ich dem Team helfen, anderseits fühle ich mich besser, als ich erwartet habe.» Zudem mache es keinen Spass zuzuschauen. Vor allem die sechste und siebte Partie gegen Biel sei für ihn stressig gewesen.

Von der Leistung des SCB beim 4:1 ist der Verteidiger angetan. «Wir haben aggressiv gespielt und den Zugern keine Zeit gelassen. Sie schossen mit Glück ein Tor, aber insgesamt liessen wir nicht viel zu.» Everberg ist mit dem Gezeigten selbstverständlich weniger glücklich. Der 27-Jährige verrät den Namen seines Kindes (Zelda), sagt aber: «Während des Spiels habe ich nicht an meine Tochter gedacht.» Seine Konzentration gelte voll und ganz dem Playoff-Final, «den will ich unbedingt gewinnen». Andersson warnt davor, die Zentralschweizer abzuschreiben. «Sie haben sehr viele Optionen, wir müssen bescheiden bleiben.»

Berner Zeitung

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