Eishockey-Awards für Streit und Sprunger

Mark Streit ist in Montreux wie 2007 mit dem «Hockey Award» ausgezeichnet worden. Zum «MVP» der letzten Saison wurde Fribourgs Julien Sprunger gekürt.

Gruppenbild mit den Geehrten: Leonardo Genoni, Ari Sulander, Julien Sprunger und René Fasel lächeln in die Kamera.

Gruppenbild mit den Geehrten: Leonardo Genoni, Ari Sulander, Julien Sprunger und René Fasel lächeln in die Kamera. Bild: Keystone

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Mit der Unterschrift bei den New York Islanders avancierte Streit im Juli auf einen Schlag zum bestverdienenden Schweizer Mannschaftssportler. Die Auszeichnung erhielt Streit, der in Montreux selbst nicht anwesend war, jedoch für die Leistungen in der letzten Saison mit den Montreal Canadiens. Der dritterfolgreichste NHL-Verteidiger der Saison 2007/2008 (62 Skorerpunkte) hatte den Award bereits bei der erstmaligen Vergabe im letzten Jahr in Empfang nehmen dürfen. Neben Streit waren die Trainer der beiden Playoff-Finalisten, Harold Kreis (ZSC Lions) und Chris McSorley (Genève-Servette), nominiert.

Streit hat den Durchbruch in der besten Liga der Welt geschafft. Das selbe Ziel besitzt Julien Sprunger. Der erst 22-jährige Stürmer führte Fribourg-Gottéron letzte Saison in die Playoffs und besass trotz sechs Playoff-Spielsperren grossen Anteil an der sensationellen Qualifikation für die Halbfinals. Mit dem Sieg in der ersten Playoff-Runde gegen Bern gelang den Freiburgern eine der grössten Sensationen in der Neuzeit des Schweizer Eishockeys. Sprunger, der Goalie Jonas Hiller als MVP ablöste, setzte sich in der von einer Fachjury (Journalisten und Verbandsvertreter) vorgenommenen Wahl zum wertvollsten Spieler gegen Beat Forster (ZSC Lions) und Serge Aubin (Servette) durch.

Sulander zum Zweiten

Die Trophäe als bester Goalie erhielt zum zweiten Mal nach 1999 Ari Sulander. Der Finne behielt gegen Sébastien Caron (Fribourg) und Gianluca Mona (Servette) die Oberhand. Sulander durfte die sogenannte «Jacques Plante Trophy» aus den Händen von Caroline Plante entgegen nehmen. Die Witwe des legendären NHL-Goalies Jacques Plante hatte die Auszeichnung einst gestiftet. Als Newcomer des Jahres erhielt der Davoser Goalie Leonardo Genoni (21) den Vorzug gegenüber Roman Josi (Bern) und Andrej Bykow (Fribourg).

Spezialpreis an René Fasel

Für ausserordentliche Verdienste zu Gunsten des Schweizer und des internationalen Eishockeys erhielt IIHF-Präsident und IOC- Mitglied René Fasel den «Special Award». Der Spezialpreis war bei der zwölften Award-Verleihung wie der «Hockey Award» zum zweiten Mal - bei der Premiere 2007 ging er an den ehemaligen SEHV- Geschäftsführer Kurt Locher - vergeben worden. Fasel, der den internationalen Verband seit 1994 anführt, nahm die Tropähe aus den Händen von Bundesrat und Sportminister Samuel Schmid entgegen. Vor seiner Wahl zum IIHF-Präsidenten war Fasel Spieler, Schiedsrichter, Schiedsrichterchef und Präsident des nationalen Verbandes.

(fal/si)

Erstellt: 27.09.2008, 22:37 Uhr

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