Der SCB ist unter Zugzwang

Der Einzug in die Viertelfinals der Champions ­Hockey League bleibt das Ziel: Der SC Bern braucht am Dienstag in ­München einen Sieg mit zwei Toren Unterschied.

Jubeln Arcobello, Moser, Jalonen und Raymond (von links) gegen München?

Jubeln Arcobello, Moser, Jalonen und Raymond (von links) gegen München? Bild: Raphael Moser

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Die 2:3-Niederlage vor einer ­Woche im Achtelfinalhinspiel gegen Red Bull München war nicht zwingend. Die Schlagzeilen gehörten tags darauf aber nicht der ungenügenden Chancenauswertung, sondern der Vertragsverlängerung von Trainer Kari Jalonen bis 2020. Für das Rückspiel am Dienstag im Olympia-Eisstadion darf sich der SCB nicht von Nebenschauplätzen ablenken lassen, will er sein Ziel, den Einzug in die Viertelfinals, erreichen.

Daran lassen die Protagonisten keine Zweifel aufkommen. «Die Champions League ist für uns sehr wichtig», betont Captain Simon Moser. «Wir haben in diesem Wettbewerb noch nicht viel erreicht.» Letztes Jahr war im Viertelfinal gegen Sparta Prag Endstation. «Wir wollen unbedingt weiterkommen», sagt Moser.

Für das Vorhaben rechnet er sich gute Chancen aus, obwohl die Berner diese Saison alle drei Auswärtspartien in der Gruppenphase verloren haben. «Ich bin sehr zuversichtlich. Wir haben im Hinspiel viel investiert, schossen aber zu wenig Tore und kassierten auf der anderen Seite dumme Gegentreffer. Wenn wir das korrigieren können, bin ich überzeugt, ziehen wir in den Viertelfinal ein.»

Das Tore schiessen klappte zuletzt beim SCB unterschiedlich: Am Freitag in Davos (6:1) hervorragend, am Samstag gegen Zug (2:1) dann wieder weniger. Gegen die Münchner müssen die Berner mindestens zwei Treffer erzielen.

Denn sind in der K.-o.-Phase der Champions Hockey League Tor- und Punktestand gleich, wird eine Verlängerung von 10 Minuten mit je vier Feldspielern nötig. Das bedeutet: Gewinnt der SCB nach 60 Minuten mit zwei oder mehr Toren Differenz, ist er weiter. Bei einem Sieg mit einem Tor Differenz kommt es zur Overtime und allenfalls zum Penaltyschiessen (je fünf Schützen).

Wie die Berner haben zuletzt in der heimischen Liga auch die Münchner überzeugt. «Momentan spielen wir vor allem defensiv sehr gut», weiss Goalie Danny aus den Birken. Dem 3:0-Derbysieg am Freitag in Augsburg liessen sie am Sonntag ein 5:1 gegen die Düsseldorfer EG folgen.

Weil die Nürnberg Ice Tigers Punkte liegen liessen, ist München wieder Leader in der DEL. Nun will der deutsche Meister auch international ein Ausrufezeichen setzen. Als erstes deutsches Team wollen sich die Münchner in der Champions Hockey League für die Viertelfinals qualifizieren.

Im Reisestress

Der SC Bern ist am Montag mit dem Bus nach München gefahren. Eine Anreise per Flug wäre kostspieliger, logistisch aufwendiger und zeitlich nur unwesentlich schneller gewesen. Vor allem für die Nationalspieler geht der Reisestress nach der Partie gleich weiter.

Nach der Rückkehr fliegen Eric Blum, Ramon Unter­sander, Tristan Scherwey, Gaëtan Haas, Thomas Rüfenacht und Moser am Donnerstag mit der Schweizer Auswahl nach Hel­sinki, wo im Rahmen des Karjala-Cups die Partien gegen Tschechien und Russland anstehen. «Daran denke ich noch nicht, zuerst müssen wir schauen, dass wir gegen München bereit sind», sagt Stürmer Haas.

Der Center erhielt gegen Zug einen Schlag auf die Hand und musste diese während der Partie immer wieder kühlen. «Das ist kein Problem und hindert mich nicht an einem Einsatz», meint Haas. Auch die Reisestrapazen kümmern ihn nicht. Moser ebenfalls nicht. Der SCB-Captain hält fest: «Wir verfügen noch über genügend Energie. Und wenn die Resultate positiv sind, benötigt man sowieso keine Pause.» Deshalb will er auch noch mehr Spiele in der Champions Hockey League. (Berner Zeitung)

Erstellt: 07.11.2017, 09:02 Uhr

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