Der SCB hat einen neuen Präsidenten

Führungswechsel beim SC Bern: Der Berner Rechtsanwalt Beat Brechbühl löst Walter Born als Verwaltungsrats­präsident der SCB Eishockey AG ab. CEO Marc Lüthi präsentierte derweil einen Reingewinn von 5017 Franken.

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Peter Berger@PeterBerger67

Zehn Jahre war Walter Born Verwaltungsratspräsident der SCB Eishockey AG. Nun macht er Beat Brechbühl Platz. «Es ist meine Überzeugung, dass sich Leitungsgremien erneuern müssen», begründete Born seinen Rücktritt.

Brechbühl arbeitet als Rechtsanwalt bei der Anwaltskanzlei Kellerhals Carrard. Er ist bereits Verwaltungsratspräsident der Flughafen Bern AG sowie der Avag, der AG für Abfallverwertung. Er ist zudem Lehrbeauftragter an der Uni Bern. Brechbühl will beim SCB die bewährte Strategie fortsetzen. Auch in Zukunft soll der Klub ohne Mäzen auskommen.

Beat Brechbühl übernimmt beim SCB neu das Amt des VR-Präsidenten. Im Videointerview erklärt er wieso.
Video: Peter Berger

Dass die Berner ihr Geld selber erwirtschaften können, haben sie auch am Dienstag wieder bewiesen. CEO Marc Lüthi präsentierte zum siebzehnten Mal in Folge schwarze Zahlen. Vor Abzug von Steuern, Zinsen und Abschreibungen betrug das Plus 800'000 Franken. Weil die neuen Banden und Audioanlagen gleich abgeschrieben wurden, betrug der Reingewinn letztlich 5017 Franken. «Wir sind gesund, aber nicht reich», betonte Lüthi.

Der SCB will an seiner Stra­tegie nicht rütteln. Weiterhin strebt er im Bereich Gastronomie, seinem zweiten Standbein, ein Wachstum an. Im Marketing vermeldete COO Rolf Bachmann einen Status quo. «Wir zählen auf 371 Businesspartner. Damit sind wir extrem breit abgestützt», sagte Bachmann.

So früh wie noch nie

Nicht nur die Sponsoren sind dem SCB treu, sondern auch die Fans. Einmal mehr stoppte der SCB – am 21. August und damit so früh wie noch nie – den Verkauf der Saisonabonnemente bei 13'000. Schon in der vergangenen Saison war der Zuschaueraufmarsch mit total 562'253 Besuchern im Stadion gross gewesen. «Nach den 25 Heimspielen in der Qualifikation stand der Rekord bereits fest», sagte Bachmann.

Auf dem Weg zum Meistertitel ­erhöhte sich in den Playoffs der Durchschnitt noch auf das Allzeithoch von 16'566 Fans pro Spiel. Das entspricht einer Auslastung von 97 Prozent.

Triple anstreben

Sportlich ist der SCB nach zwei Meistertiteln in Folge keineswegs gesättigt. «Das Triple ist unser Ziel», sagte Alex Chatelain. Der Sportchef betonte indes, dass man sich sehr wohl bewusst sei, dass es enorm schwierig werde, diesen Traum zu verwirklichen. In der Champions Hockey League fordert Chatelain nach den zwei Startsiegen das Erreichen der K.-o.-Phase. «Dann schauen wir – wie im Cup – von Runde zu Runde.»

Berner Zeitung

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