Dem EHC Biel fehlt ein Sieg zur Sensation

Aussenseiter Biel ist in der Playoff-Viertelfinalserie gegen Gottéron auf Augenhöhe. Ein Sieg fehlt den Seeländern, um eine der grössten Sensationen im Schweizer Eishockey perfekt zu machen.

Marc-Antoine Pouliot: Der Bieler Flügelstürmer ist mit 3 Toren und 4 Assists der zweitbeste Punktesammler in den Playoff-Viertelfinalserien.

Marc-Antoine Pouliot: Der Bieler Flügelstürmer ist mit 3 Toren und 4 Assists der zweitbeste Punktesammler in den Playoff-Viertelfinalserien.

(Bild: Keystone)

Wie Spiel 7 in der Freiburger BCF-Arena heute Abend auch ausgeht, eine neue Bestmarke hat der EHC Biel bereits auf sicher: Seit der Einführung der Playoffs (1985/1986) haben die Seeländer als erstes achtklassiertes Team in einer Viertelfinalserie einen 0:3-Rückstand noch ausgeglichen. Keine Premiere wäre es allerdings in der NLA, wenn das Team von Cheftrainer Kevin Schläpfer heute den Qualifikationssieger vorzeitig in die Ferien schicken würde. «Wir haben in dieser ‹Belle› gar nichts zu verlieren, der Gegner ist nervös, das ist die Chance, auch das letzte Duell dieser Serie für uns zu entscheiden», sagte der Kanadier Marc-Antoine Pouliot, Biels Matchwinner in Partie 6, überzeugt.

Die Playoffs als Geschenk

«Die Playoff-Teilnahme ist für uns ein Geschenk, sie hat einen positiven Druck erzeugt, das ist nicht vergleichbar mit dem Druck, den man in einer Playout-Serie auferlegt bekommt», sagte Biel-Trainer Schläpfer schon vor der Serie gegen die Freiburger. Und Pouliot, der sich wie seine Landsleute Chris Campoli, Jacob Micflikier und Ryan McMurchy in der entscheidenden Phase dieser Meisterschaft gesteigert hat, erklärt, wieso er in diesen Playoff-Duellen besonders heiss ist: «Ich liebe diese Spiele sehr, mir passt es auch, dass ich bedingt durch viele verletzungsbedingte Ausfälle im Team zu mehr Eiszeit komme.» Und das Verletzungspech verfolgt die Seeländer auch in diesen entscheidenden Partien heftig: Im Heimspiel vom Donnerstag fehlten neben dem Dauerverletzten Ahren Spylo (Saisonende bereits im November 2012) mit Thomas Wellinger, Clarence Kparghai, Mathieu Tschantré, Gaëtan Haas, Dario Trutmann und Gianni Ehrensperger nicht weniger als sieben Stammspieler. «Dass wir uns durch die vielen Verletzungen nicht aus der Ruhe bringen lassen, zeigt, wie gut der Zusammenhalt im Team ist», sagt Marc-Antoine Pouliot. Der 27-jährige Flügelstürmer mit NHL-Erfahrung (200 Spiele für Edmonton, Tampa und Phoenix) ist aktuell hinter SCB-Stürmer Byron Ritchie (4 Tore, 7 Assists) mit 7 Punkten (3/4) der zweitbeste Playoff-Skorer. Pouliot ist nicht ein überdurchschnittlich erfolgreicher Torschütze, dafür ist er ein smarter Spielmacher und ausgezeichneter Passgeber. Seine Zukunft bei Biel ist offen, der Frankokanadier hofft nach wie vor, dass er in der NHL nochmals eine Chance erhält.

Berner Zeitung

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt

Loading Form...