Biel im Stile eines Spitzenteams

Antti Törmänen und sein EHC Biel befinden sich im Hoch. Die Seeländer bezwingen Servette auswärts mit 4:1 und belegen neu den 3. Rang hinter Bern und Zug.

Bedröppelte Genfer und jubelnde Bieler, nachdem Mathieu Tschantré (Nummer 12) zum 2:0 für den EHCB getroffen hat.

Bedröppelte Genfer und jubelnde Bieler, nachdem Mathieu Tschantré (Nummer 12) zum 2:0 für den EHCB getroffen hat. Bild: Keystone

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Der EHC Biel ist derzeit unschlagbar gut. Das Team von Trainer Antti Törmänen weitet seine Festspiele in Genf mit einem souveränen 4:1-Sieg aus. Servette hingegen droht neben dem Rink der Kollaps.

Seit sechs Runden ist das Team des früheren Berner Meister-Trainers verlustpunktlos. Stilsicher wie eine Spitzen-Mannschaft und abgebrüht wie ein Team, das im kommenden Playoff-Wettbewerb mehr als nur eine Nebenrolle im Sinn hat - so präsentierte sich Biel, die neben Bern aktuell formstärkste Mannschaft der Liga, in Genf.

Als Captain Mathieu Tschantré im Powerplay in der 34. Minute für den Tabellendritten auf 2:0 erhöhte, ebnete er frühzeitig den Weg zum zwölften Sieg innerhalb der letzten sieben Wochen. Genf reihte ohne den gesperrten Leader Cody Almond weiter Fehler an Missverständnisse.

Liga beobachtet die Genfer Finanzlage

Schwerer als der eine oder andere sportliche Rückschlag belasten die finanziellen Sorgen das Klima der siebtplatzierten Servettiens. Am Lac Léman kursieren seit Wochen Spekulationen, wonach dem Klub rote Zahlen in der astronomischen Höhe von gegen sieben Millionen Franken drohen.

Auf den ungemütlichen Report der «Tribune de Genève» hat nun offenbar auch die Liga reagiert. «Wir beobachten die finanzielle Situation von Genève-Servette mit grösster Aufmerksamkeit», wird der National-League-Direktor Denis Vaucher von der Westschweizer Zeitung zitiert.

Verschiedene Rechercheure haben einen schwelenden Machtkampf in der Genfer Klubzentrale aufgedeckt - im Zentrum steht Klub-Präsident Hugh Quennec und der frühere Coach Chris McSorley, der offenbar in Singapur neue Geldquellen anzapfen will. Aber auch lokale Industrie-Vertreter bemühen sich offenbar darum, einen sich anbahnenden Konkurs abzuwenden. (mb/si)

Erstellt: 09.01.2018, 22:34 Uhr

Telegramm

Genève-Servette - Biel 1:4 (0:1, 0:1, 1:2)
5346 Zuschauer. - SR Eichmann/Massy, Borga/Altmann. - Tore: 6. Neuenschwander 0:1. 34. Tschantré (Pouliot, Rajala/Ausschluss Wick) 0:2. 41. Simek (Richard/Ausschluss Schmutz) 1:2. 57. Pouliot (Rajala, Kreis) 1:3. 58. Micflikier 1:4 (ins leere Tor). - Strafen: 6mal 2 Minuten gegen Genève-Servette, 5mal 2 Minuten gegen Biel. - PostFinance-Topskorer: Richard; Pouliot.
Genève-Servette: Mayer; Jacquemet, Tömmernes; Petschenig, Fransson; Wick, Löffel; Antonietti; Da Costa, Richard, Rod; Riat, Romy, Gerbe; Schweri, Rubin, Simek; Douay, Hasani, Heinimann; Traber.
Biel: Hiller; Jecker, Forster; Kreis, Fey; Steiner, Maurer; Dufner; Pedretti, Pouliot, Rajala; Micflikier, Fuchs, Earl; Tschantré, Diem, Wetzel; Schmutz, Neuenschwander, Fabian Lüthi; Joggi.
Bemerkungen: Genève-Servette Bays, Bezina, Descloux, Mercier, Spaling, Vukovic (alle verletzt), Almond (gesperrt), Biel ohne Lofquist, Sutter, Valentin Lüthi (alle verletzt). 57. Timeout von Genève-Servette, ab 56:50 bis 57:51 ohne Goalie. Biel ab 59:45 ohne Goalie (Strafe gegen Genève-Servette angezeigt).

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