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Hoch hinaus

Wacker-Thun-Spieler Lenny Rubin wechselt nach Ablauf der Saison zu Wetzlar in die Bundesliga.

Überragend: Lenny Rubin ist einer der besten Spieler in der Liga.
Überragend: Lenny Rubin ist einer der besten Spieler in der Liga.
Andreas Blatter

Die Berner Fraktion in der stärksten Handballliga der Welt wird grösser. Nach Abwehrspezialist Samuel Röthlisberger und Kreisläufer Alen Milosevic zieht es Linksaufbauer Lenny Rubin nach Deutschland. Der Oberländer wird im Sommer 2018 Mittelfeldklub Wetzlar verstärken. Bis dahin bleibt er beim Stammverein Wacker, mit dem er am Mittwoch die Saison eröffnet hat.

Der 21-jährige Nationalspieler gilt als einer der talentiertesten Akteure Europas. Im Sommer 2016 prägte er die U-20-EM, der gelernte Gärtner wurde mit riesigem Vorsprung Torschützenkönig des Turniers. Vereine aus den Spitzenligen buhlen seither um die Dienste des Thuners. Dass er sich mit Wetzlar für keinen der ganz grossen Klubs entschieden hat, ergibt Sinn: Der Hüne wird im Norden Frankfurts Einsatzzeit erhalten – Einsatzzeit, welche ihm ein Spitzenverein möglicherweise nicht gewähren würde.

Gross gewachsen und agil

Der Rückraumakteur verfügt über einen exzellenten Wurf, Spielintelligenz und eine für einen 2-Meter-Mann ungewöhnliche Dynamik. Der Sohn des langjährigen Nationalspielers und jetzigen Wacker-Thun-Coachs Martin Rubin hätte sich bereits in diesem Sommer einem Klub aus einer der grossen Ligen anschliessen können. Dass er dies nicht tat, begründet er mit dem Willen, seinen Vertrag im Oberland zu erfüllen.

Wacker bleibt gut aufgestellt

Der Abgang des Hünen wird ­Wacker selbstredend schwächen. Aus heutiger Sicht ist wahrscheinlich, dass mit Lukas von Deschwanden die andere Schlüsselfigur wieder fix links im Rückraum spielen, Nicolas Suter Regie führen und der bis dahin wohl ­genesene Linkshänder Nicolas Raemy den Aufbau komplettieren wird. Womit die Thuner trotz dem Abgang des Ausnahmetalents und dem möglichen Rücktritt von Captain Roman Caspar weiterhin hervorragend besetzt wären. Sollten die Oberländer keine Akteure verpflichten – etwa weil ihnen hierzu das Geld fehlen könnte, immerhin haben sie das letzte Vereinsjahr mit Verlust abgeschlossen –, dürfte mit Joël Christinat eine Nachwuchskraft nachrücken.

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