Treffen und geniessen

Der BSV Bern hat gegen Kadetten in der zweiten Halbzeit ein Spektakel abgeliefert und 32:26 gewonnen. Die Berner finden am Jahresende wieder zu Hochform.

Matthias Gerlich (oben) setzt sich gegen den Schaffhauser Lukas Herburger durch.

Matthias Gerlich (oben) setzt sich gegen den Schaffhauser Lukas Herburger durch.

(Bild: Christian Pfander)

Reto Pfister

In einer Handballmannschaft braucht es Skorer, Leute, die über enorme Wurfkraft verfügen. Spieler wie Matthias Gerlich. Und es braucht Leute, die Tore verhindern. Spieler wie Edin Tatar. Der Deutsche und der Bosnier stachen am Donnerstag aus dem Team des BSV Bern heraus, aber auch zahlreiche andere Akteure zeigten ausgezeichnete Leistungen.

Das Ergebnis war eine Darbietung, die zuerst äusserst solide war, ehe die Gastgeber in der zweiten Halbzeit zu einem Spektakel ansetzten und den Gegner zeitweise vorführten. Dabei handelte es sich nicht um irgendwen, sondern um die Kadetten aus Schaffhausen, den Topfavoriten auf den Gewinn der Meisterschaft. Zeitweise betrug der Vorsprung neun Tore, am Ende gewann der BSV 32:26.

Matchplan ging auf

Gerlich hatte elf Tore erzielt, Tatar 15 Abschlussversuche des Gegners vereitelt. Der klare Erfolg gegen Suhr Aarau am letzten Sonntag hat bei den Bernern offenbar den Knoten gelöst. «Wenn man im Flow ist, geht alles rein», meinte Gerlich, der bezüglich der Anzahl Treffer eine Saisonbestmarke aufstellte.

«Wenn man im Flow ist, geht alles rein.»Matthias Gerlich

Im Sommer wechselte er aus der 2. Bundesliga nach Bern, mit der Hoffnung, im linken Rückraum für mehr Torgefahr zu sorgen als der Slowene Luka Groff in der letzten Saison. Der 30-jährige Bayer lieferte zwischendurch auch schwächere Leistungen ab, befindet sich zum Jahresende ebenso wie die ganze Mannschaft wieder in Hochform und erfüllt die Erwartungen derzeit. «Heute ist auch unser Matchplan sehr gut aufgegangen», kommentierte er den Spielverlauf. «Schaffhausen musste sich bereits in der ersten Halbzeit die meisten Tore erkämpfen. Der Gegner wurde wie erhofft müde und beging zahlreiche Fehler.»

Bei den Kadetten enttäuschten vor allem die ausländischen Routiniers. Spielmacher Gabor Csaszar blieb ohne Einfluss aufs Spiel, Rückraumschütze Zarko Sesum (drei Tore) verlor den Vergleich mit seinem Kontrahenten Gerlich deutlich.

Pause ist willkommen

Am Sonntag steht noch das Derby in Thun gegen Wacker auf dem Programm, dann ruht die Meisterschaft wegen der WM-Pause bis zum 2. Februar. Die Pause scheint für den BSV zur Unzeit zu kommen. «Der Unterbruch ist willkommen», entgegnete Gerlich. «Ich spüre die vielen Spiele in den Knochen.» Zuvor aber will er im Oberland noch einmal seine Wurfkraft unter Beweis stellen.

Berner Zeitung

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