Berner erst effizient, danach kampfstark

Der BSV Bern hat Kriens-Luzern auswärts 30:27 bezwungen und dabei über weite Strecken die bisher beste Leistung in der noch jungen Saison gezeigt.

<b>Zehnfacher Torschütze:</b> Matthias Gerlich überzeugte in der Innerschweiz.

Zehnfacher Torschütze: Matthias Gerlich überzeugte in der Innerschweiz.

(Bild: Christian Pfander)

Reto Pfister

Die Effizienz bei den Abschlussversuchen war in den beiden Europacupspielen gegen die Esten von Pölva Serviti das Problem des BSV Bern gewesen. Fünf Minuten lang war dies auch in der gestrigen Auswärtspartie bei Kriens-Luzern der Fall.

Fortan zeigten die Berner eine ausgezeichnete Leistung, besonders die ausländischen Stammkräfte stachen aus dem Team heraus. Jakub Szymanski führte glänzend Regie, Edin Tatar erwies sich im Tor als sicherer Rückhalt. Matthias Gerlich wurde seinem Ruf als Skorer vom Dienst gerecht.

Der BSV hatte Spiel und Gegner im Griff, einzig der linke Flügel Adrian Blättler überzeugte in den Reihen der Krienser. Was dazu führte, dass Marcel Lengacher bei den Innerschweizern nur kurz zum Zug kam.

Er hatte im Frühling in Bern keinen Vertrag mehr erhalten und war danach in seine Heimat zurückgekehrt. Die Gäste führten in der 47. Minute 27:20 und schienen einem sicheren Erfolg entgegen zu steuern.

Abwehr und Tatar

Und doch wurde es nochmals knapp. Nach dem 27. Treffer konnte der BSV zusätzlich in Überzahl spielen, agierte aber in dieser Phase unkonzentriert und liess die Gastgeber zurück ins Spiel kommen. Das Momentum war plötzlich aufseiten der Krienser.

Diese verkürzten bis auf zwei Tore Differenz; Torhüter Paul Bar lief zu Hochform auf. Die Berner verhinderten aber mit engagierter Abwehrarbeit eine Wende. Und da war ja auch noch Tatar.

Anderthalb Minuten vor Schluss wehrte er einen Wurf von Gino Delchiappo ab und verhinderte so, dass die Gastgeber auf 28:29 herankamen. Der BSV gewann 30:27 und feierte so den ersten Sieg in der Meisterschaft 2018/2019.

Trainer Aleksandar Stevic war mit der Darbietung seiner Mannschaft zufrieden. «Wir haben über lange Zeit sehr guten und ­soliden Handball gespielt», bewertete er die Leistung der Berner. «Dann haben wir mit ein paar überhasteten Würfen den Gegner wieder zurück ins Spiel kommen lassen.»

Erfreut stellte er fest, dass sein Team in der Lage war, dennoch die beiden Punkte aus der Innerschweiz mitzunehmen. «Wir haben derzeit viele Spiele zu absolvieren, daher möchte ich die schlechtere Schlussphase nicht allzu hoch hängen», sagte Stevic, der auf Kaspar Arn und Sebastian Schneeberger verzichten musste.

Der Kreisläufer und der linke Flügel fielen mit Fieber aus. Ein Einsatz im Heimspiel am Samstag gegen Gossau ist nicht ausgeschlossen.

Kriens-Luzern - BSV Bern 27:30 (12:17)
350 Zuschauer. - SR Boskoski/Stalder. - Strafen: 6-mal 2 Minuten gegen Kriens-Luzern, 4-mal 2 Minuten gegen BSV Bern.
BSV Bern: Tatar/Milosevic; Heer (1), Baumgartner (2), Getzmann (1), Striffeler (1), Kusio, Spinola (2), Gerlich (10), Strahm (3), Szymanski (4), Rohr, Mühlemann (6).

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